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Rheinberg
Umbau der Verwaltung wird teuer für die Stadt

Rheinberg: Umbau der Verwaltung wird teuer für die Stadt
Die neue Controllerin Anne Igelbrink mit Bürgermeister Frank Tatzel vor dem Rheinberger Stadthaus. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Der Fachbereich 51 - Jugend, Soziales, Schulen und Sport - wird aufgespalten. Dadurch muss eine neue Fachbereichsleiterstelle geschaffen werden. Anne Igelbrink ist die neue Controllerin. Von Uwe Plien

Die Rheinberger Stadtverwaltung soll umgebaut werden. Der Stadtrat wird sich in seiner Sitzung am 20. April (17 Uhr, Stadthalle) mit dieser Neuorganisation befassen. Betroffen ist der Fachbereich 51 (Jugend, Soziales, Schulen und Sport), der bisher komplett von Bürgermeister Frank Tatzel im Dezernat II geleitet wird. Der Fachbereich soll aufgespalten werden. Der Plan: Die Abteilungen Jugend und Soziales wandern ins Dezernat I, für das die Beigeordnete Rosemarie Kaltenbach zuständig ist. Im Gegenzug wandert der Fachbereich 32 (Sicherheit und Ordnung) aus dem Kaltenbach- ins Bürgermeister-Dezernat. Zusätzlich wird die Stabsstelle Kulturbüro verlegt und in den Fachbereich Schulen und Sport integriert, so dass Frank Tatzel künftig auch der städtische Kulturchef ist - wenn der Rat die Verwaltungsvorlage so absegnet.

Der Fachbereich 51 wird bisher von Frank Meyer geleitet. Er soll in Zukunft dem neuen Fachbereich Schule, Sport und Kultur vorstehen. Das bedeutet: Auf die Stadt kommen nicht unerhebliche Kosten für eine zusätzlich zu schaffende Fachbereichsleitung zu. Sollte - was im Gespräch ist - die bisherige Stellvertreterin von Frank Meyer, Monika Giesen, Fachbereichsleiterin werden, muss ihre Stelle höhergruppiert werden. In der Folge wird die Giesen-Stelle nachbesetzt. Und: Beigeordnete Rosemarie Kaltenbach hätte wegen eines künftig größeren Dezernats Anspruch auf höhere Bezüge. In der Summe nähern sich die Mehrkosten der sechsstelligen Marke. Noch nicht eingerechnet ist eine gewünschte zusätzlich Stelle in der Kämmerei, über die noch nicht entschieden worden ist.

Unterdessen ist eine andere wichtige Personalie im Rheinberger Stadthaus schon geregelt: Anne Igelbrink arbeitet seit dem 1. April als Controllerin in der Verwaltung. Sie hat die Stelle von Andreas Kußel übernommen, der die seinerzeit neu geschaffene Position eineinhalb Jahre lang ausübte und den es beruflich inzwischen nach Oberhausen verschlagen hat.

Anne Igelbrink ist 40 Jahre alt und hat nach einer Ausbildung zur Industrie-Kauffrau ein Studium zur Diplom-Kauffrau an der Universität Duisburg-Essen aufgesattelt. Sie stammt aus Duisburg, hat lange in Dinslaken gelebt und zieht nun nach Voerde um. "Ich habe in den vergangenen viereinhalb Jahren als Controllerin beim Genossenschaftsverband in Hannover gearbeitet", erzählt sie. Die Stelle in Rheinberg kam ihr gelegen, "weil ich mich gerne wieder Richtung Heimat orientieren wollte".

Als Controllerin ist sie es gewohnt, dass man nichts mit dieser Bezeichnung anfangen kann. "Es geht nicht um Kontrolle, sondern um Entscheidungsunterstützung. Ich sehe mich als Mittlerin zwischen den Welten", sagt sie. "Ich bereite betriebswirtschaftliche Daten auf für Entscheidungen, die andere treffen." In erster Linie werde sie dem Verwaltungsvorstand zuarbeiten. Anne Igelbrink kommt aus der freien Wirtschaft und hat dadurch einen anderen Blick auf die Dinge in der Kommunalverwaltung. In der Anfangsphase schaue sie sich die Datenstrukturen der Stadt an.

Quelle: RP
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