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Rheinberg
Umleitungen sorgen für Gesprächsstoff

Rheinberg: Umleitungen sorgen für Gesprächsstoff
Kein Durchkommen: Am Kreisverkehr Moerser Straße ist Schluss - jedenfalls für Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Budberg in die Innenstadt wollen. Aus der anderen Richtung besteht eine Einbahnstraßenregelung. FOTO: Uwe Plien
Rheinberg. Wegen Kirmes und Schützenfest: Wer aus Budberg oder Orsoy in die Stadt will, muss einen Umweg in Kauf nehmen. Von Uwe Plien

Wolfgang Weber ist neu in Rheinberg. Seit rund sechs Wochen leitet der Moerser das Amplifon-Hörakustik-Geschäft an der Orsoyer Straße. In die Innenstadt fährt er normalerweise über die L137, biegt dann hinter der McDonald's-Kreuzung Richtung Kreisverkehr Melkweg ab und fährt weiter über die Orsoyer Straße in die City. Das klappt momentan nicht mehr.

"Als Ortsunkundiger war ich total irritiert, als ich am Kreisverkehr Melkweg das Schild sah, mit dem auf die Sperrung der Innenstadt wegen der Rheinberger Kirmes hingewiesen wurde. Ich habe nur ,2. August' gelesen, bin erst mal weiter gefahren und daraufhin im Kreisverkehr an der Moerser Straße gelandet, wo ich den Umleitung-Schildern gefolgt bin und wieder zurückgeführt wurde." Mag ja sein, so Wolfgang Weber, dass Rheinbergern diese Verkehrsführung klar ist - ich als Moerser dachte nur: Das funktioniert in der Praxis nicht." Zumindest sollte man schon auf der L 137 (die alte B 57) auf die Sperrung hinweisen.

Wilhelm Weihofen vom Ordnungsamt der Stadt ist dankbar für solche Anregungen. "Wir werden darüber nachdenken, ob man die Verkehrsführung im nächsten Jahr besser gestalten kann", sagte er gestern. "Für dieses Jahr klappt das allerdings nicht mehr."

Dieses Schild informiert an der Orsoyer Straße. FOTO: Uwe Plien

Nicht umsetzen lasse sich laut Weihofen eine Verkehrsführung an den Kirmestagen, die gleich mehrere Rheinberger vorgeschlagen haben. Momentan wird der Verkehr aus der Innenstadt von der Orsoyer Straße stadtauswärts über den Winkel Innenwall - Wallquerung in Höhe Beguinenstraße - Außenwall, bevor es weiter Richtung Budberg geht. Warum, so die Frage, können die Autofahrer, die aus Budberg oder Orsoy in die Innenstadt kommen, nicht auf dem gleichen Weg in entgegengesetzter Fahrtrichtung fahren? Dazu müsste man doch lediglich die Einbahnstraßenregelung auf den Wällen aufheben und ein partielles Parkverbot aussprechen.

"So einfach ist das nicht", schildert Wilhelm Weihofen. "Als wir vor dreieinhalb Jahren die damals neue Situation der Kirmes mit der Dreiergemeinschaft der Schützen besprochen haben, sind wir alle Möglichkeiten durchgegangen. Aber beide Richtungen können wir nicht freigeben. Dazu sind die Straßen zu schmal." Zudem müsse dann eine Ampelanlage geschaltet werden, der Aufwand sei immens. "Allerdings", so Weihofen, "kann man überlegen, ob man die Umleitung umdreht. Das wäre möglich. Darüber können wir gerne reden." Somit könnten die Verkehrsteilnehmer aus den südlichen Stadtteilen ohne Umweg über die Umgehungsstraße ins Zentrum gelangen.

Einen ganz anderen Aspekt bringt Oliver Meister in die Diskussion. Der Schützen- und Kirmesplatz an der Moerser Straße/Kattewall liege am Rande eines Landschaftsschutzgebietes. Da stelle sich für ihn die Frage, ob dort überhaupt ein Volksfest ausgerichtet werden dürfe. "Wenn hier die Natur geschützt werden soll, betrifft das ja auch Tiere. Wie das mit einem lauten Höhenfeuerwerk oder den Schüssen der Schützen zusammenpasst, muss mir mal jemand erklären." Er wundere sich, dass dieses Thema in Rheinberg nicht diskutiert werde, so Oliver Meister.

Quelle: RP
 
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