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Rheinberg
Unterlagen vollständig - jetzt wird der Antrag geprüft

Rheinberg. Am 5. April geht die Debatte um die Awo-Planung weiter: Dann liegt die Petition der Bürgerinitiative auf dem Tisch. Von Uwe Plien

Die Debatte um das geplante Awo-Gebäude ist noch nicht beendet. Spätestens in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 5. April (17 Uhr, Stadthaus, Raum 249) wird es eine Fortsetzung geben. Dann kommt die von der Bürgerinitiative "Rund um den Pulverturm" eingebrachte Petition auf den Tisch. Die Initiative möchte auf diesem Wege erreichen, dass das Vorhaben rückabgewickelt wird.

Ob das gelingt, bleibt abzuwarten. Falls ja, müsste die Stadt tief in die Tasche greifen. Nicht nur der Kaufpreis, den der Awo-Kreisverband für das Grundstück an der Ritterstraße entrichtet hat, wäre fällig. Hinzu kämen beispielsweise Planungskosten, die die Arbeiterwohlfahrt bereist bezahlt hat.

Inzwischen liegen der Stadt übrigens alle für den Bauantrag relevanten Unterlagen vor. Die Grundrisse der drei Vollgeschosse samt Keller- und Dachgeschoss wurden nachgereicht. Nun kann die Verwaltung mit der Prüfung des Antrags beginnen. Irritationen gab es wegen der Zahl der Arbeitsplätze im Gebäude. Im Bauausschuss (die RP berichtete) wurde bemängelt, dass anfangs von 50 bis 60, später dann nur noch von 35 Arbeitsplätzen die Rede war. Beigeordneter Dieter Paus konnte schon in der Sitzung mitteilen, dass er bei der Awo deswegen nachgefragt hatte. Gegenüber der RP konkretisierte Bernd Scheid als Awo-Kreisverbandsgeschäftsführer gestern die Zahlen: "35 Mitarbeiter sind es nur in der Verwaltung. Hinzu kommen zwei Betriebsräte, zwei Mitarbeiter der Beratungsstelle Trennung und Scheidung und ungefähr acht für den Betreuungsverein, so dass wir auf knapp 50 kommen." In der aktuellen Planung, auch darauf wies Scheid hin, seien 49 Stellplätze nachgewiesen. Dieter Paus hatte darauf hingewiesen, dass die Stadt einem bestehenden Ratsbeschluss entsprechend bei Stellplätze das Höchstmaß einfordere. Ein Verkehrskonzept muss die Awo nicht nachweisen. Das wäre, falls es erforderlich ist, Sache der Stadt. Die Anzahl der nachzuweisenden Stellplätze wird nicht auf Basis der Mitarbeiterzahl, sondern der Bürofläche errechnet, sagte Paus.

Mit Unverständnis reagierte Scheid auf die Aussage der Initiativsprecherin Michaela Vervoort, bei dem Versuch, mit der Awo ins Gespräch zu kommen, sei man bisher ins Leere gelaufen. "Uns hat man nicht direkt angesprochen", so der Geschäftsführer. "Grundsätzlich bin ich natürlich zu einem Gespräch bereit." Michaela Vervoort sagte gestern auf Nachfrage der RP, dass man Bernd Scheid direkt noch nicht angesprochen habe. Gesprächsangebote habe es aber mehrfach über offene Briefe und E-Mails gegeben. Auch habe man auf eine öffentliche Info-Veranstaltung der Awo gehofft.

Quelle: RP
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