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Rheinberg
Unterschriftenaktion für die Römerstraße

Rheinberg: Unterschriftenaktion für die Römerstraße
Norbert Reimann (links), Theo Horster und Heinz-Gerd Warbruck (rote Jacke) haben sich zusammengetan und bitten um Unterstützung. FOTO: Olaf Ostermann
Rheinberg. Listen liegen bei Ärzten und in Geschäften aus. Ausschuss befasste sich mit dem Vorschlag einer Fahrbahnverengung. Von Uwe Plien

Norbert Reimann aus Wallach hat die Geschichte in Gang gesetzt. Heinz-Gerd Warbruck setzt sich als Anwohner der Römerstraße ein. Und Theo Horster aus Alpsray ist als Unfallopfer ein unmittelbar Betroffener. Drei Rheinberger, die sich bislang gar nicht oder nur flüchtig kannten, verfolgen jetzt ein gemeinsames Ziel: Sie kämpfen dafür, dass die Römerstraße in Höhe der Römer-Apotheke beziehungsweise der Arztpraxen verkehrsberuhigt wird. Jetzt sammeln die drei Herren Unterschriften.

Norbert Reimann: "Wir bitten um Unterstützung für eine sichere Querung der Römerstraße in Höhe der Römer-Apotheke beziehungsweise der Arztpraxen. Möglich wären eine Querungshilfe, ein Zebrastreifen, Bodenschwellen oder eine Tempo-30-Regelung", schreiben sie. Die Listen liegen in der Gemeinschaftspraxis Simon-Deutrich-Rieff, bei HNO-Ärztin Schriefers, bei Hautärztin Rehms, in der HNO-Gemeinschaftspraxis Schmoldt-Spicker-Strote sowie in der Lotto-Annahmestelle "Rheinberger Lädchen" aus und sind auch in der Römer-Apotheke abgegeben worden. Das Trio hofft nun, dass in den nächsten drei bis vier Wochen - so lange läuft die Aktion - viele Bürger ihre Unterschrift leisten. Reimann: "Wir wollen die Listen dann dem Bürgermeister übergeben."

Handlungsbedarf für die Straße am Annaberg gibt es nach seiner Auffassung ohne Zweifel: "Wir wissen von vier Unfällen allein in der vergangenen Wochen auf der Römerstraße: am 8., am 26. und am 28. Februar sowie am 5. März." Vier Gründe mehr, endlich zu handeln und dafür zu sorgen, dass die Verkehrssituation auf der Römerstraße entschärft wird, finden Norbert Reimann, Heinz-Gerd Warbruck und Theo Horster.

Das Thema Römerstraße stand auch in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses auf der Tagesordnung. Wieder einmal. Dort hatte es schon mehrfach für lange Diskussionen gesorgt, war dann zuständigkeitshalber an den Haupt- und Finanzausschuss weitergereicht worden und landete nun wieder bei Bauen und Planen. Eine von der Stadt in Auftrag gegebene Verkehrszählung hatte ergeben, dass weder die Voraussetzungen für einen Zebrastreifen noch die für eine Tempo-30-Regelung gegeben seien. Im Ausschuss schlug die Verwaltung nun alternativ eine Fahrbahnverengung vor. Damit war die CDU nicht einverstanden: "Wir sagen nein", konstatierte Josef Devers. "Wir wollen dort einen Zebrastreifen. Wir sind frei in unserer Entscheidung." Die CDU regte eine neue Zählung an, bei der man auch mal "30 Meter weiter links oder rechts gucken muss", so Devers. Auch Tempo 30 würde die CDU mittragen. Hans-Peter Götzen (FDP) hielte einen Zebrastreifen für die günstigere Lösung, glaubt aber, dass der modifizierte Verwaltungsvorschlag schon mehr Sicherheit biete.

Jürgen Bartsch (Grüne) möchte rechtlich klären lassen, ob ein Zebrastreifen möglich ist oder nicht. Unterdessen erkannte Peter Bender (SPD) "Ermüdungserscheinungen" bei dem Thema: "Es wird Zeit, dass wir zu einem Ende kommen." Die SPD sei weiterhin für Tempo 30 an der Römerstraße und sähe eine Querungshilfe lieber weiter Richtung Frankenstraße, weil dann auch Schulkinder davon profitierten.

Der Technische Beigeordnete Dieter Paus wies deutlich darauf hin, dass ein Antrag auf den Bau einer Querungshilfe vorliege. Wenn das Thema nun wieder zur rechtlichen Prüfung in den Haupt- und Finanzausschuss gehe, kehre es nicht mehr in den Bau- und Planungsausschuss zurück. Paus: "Ich möchte nicht, dass die Bürger den Eindruck bekommen, die Verwaltung trage Schuld daran, dass es hier nicht zu einer Lösung kommt." Es wurde kein Beschluss gefasst, am 10. April befasst sich der Haupt- und Finanzausschuss wieder mit der Sache.

Quelle: RP
 
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