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Rheinberg
VdK-Plakette für den SV Concordia

Rheinberg: VdK-Plakette für den SV Concordia
Die VdK-Vertreter Erika Heckmann und Horst Vöge (rechts) übergaben die Urkunde und die wichtige "Barrierefrei-Plakette" an den Concorida-Vorsitzenden Burghard Kretschmer. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Der Ossenberger Club ist landesweit der erste Verein seiner Art mit einem völlig barrierefreien Sportzentrum. Von Sabine Hannemann

Der Ossenberger Sportverein Concordia hatte am Samstag allen Grund zu feiern . Alle Hürden zur Errichtung des barrierefreien Sportzentrums sind genommen. Mit dem Einbau der neuen Klimaanlage endlich stand einer Zertifizierung nichts mehr im Wege.

Vor dem "Tag der Offenen Tür" überreichte in einer Feierstunde Horst Vöge, Kreisvorsitzender des Sozialverbandes VdK, eine überaus hochbegehrte und bislang rare Auszeichnung: Der Ossenberger Sportverein bietet seinen Mitgliedern ein barrierefreies Gebäude. Alle hohen Prüfkriterien zur behindertengerechten Bauweise wie entsprechende Ein- und Zugänge und entsprechende Einrichtungen der Sanitäranlagen wurden erfüllt.

Als "Gewinn für die Zukunft" bezeichnete Vöge das Ergebnis. Alleine im Kreis Wesel leben, so Vöge, 50 000 Menschen mit einer Schwerbehinderung. "Barrierefreiheit ist noch zu wenig in unserer Gesellschaft verankert", sagte er. Bei einer immer älteren werdenden Gesellschaft sei Barrierefreiheit von immer größerer Bedeutung. Als Zukunftsinvestition bezeichnete er daher den Schritt des Ossenberger Sportvereins Sport leiste einen Beitrag zur Integration in der Bevölkerung. "Der Sport ist das wichtigste Bindeglied zur Mobilität", sagte Vöge.

Für Burghard Kretschmer, Vorsitzender des SV Concordia, ging am Samstag nach zwölf Jahren eine bisweilen "unendliche" Geschichte glücklich zu Ende. Kretschmer erinnerte an die Etappen mit Spatenstich, ersten Planungen, Einweihung und Rückschlägen, wie einen Wasserschaden im Jahr 2013. Dennoch haben sich alle Mühen und Anstrengungen gelohnt. Sie lassen die Leistung in besonderem Licht erscheinen. Denn der SV Ossenberg ist in NRW mit rund 19 000 Vereinen der überhaupt erste barrierefreie Verein, wie Manfred Peppekus, Vizepräsident im Landesportbund, anschließend ausführte. "Die Barrieren sind beseitigt worden, um allen Menschen den Sportbetrieb zu ermöglichen." Verständlich erscheint sein Wunsch, dass Ossenberg nicht zu lange dieses wertvolle Alleinstellungsmerkmal für sich in Anspruch nehmen sollte.

Zu den Gratulanten gehörte auch der SPD-Landtagsabgeordnete und Sprecher des Sportausschusses Rainer Bischoff, der in allen Bauphasen in die weitere Entwicklung eingebunden war. Der SV Concordia habe für alle ein sichtbares Zeichen gesetzt. "Wir brauchen solche Zeichen, die über alle Parteigrenzen hinaus im Sinne der Inklusion stehen. Nur so funktioniert Gesellschaft", sagte Bischoff. Der stellvertretende Landrat Josef Devers (CDU) wünschte sich mehr solcher außergewöhnlichen Menschen, die beharrlich ein solches Projekt stemmen. Für Peter Houken vom Stadtsportbund zählte das Ergebnis. Ab sofort sei das sportliche Angebot um ein Vielfaches sinnvoll erweitert.

Erich Weiser, Vorsitzender des Kreissportbund, sprach von Weitsicht. Früh habe sich der SV Ossenberg für das Thema Barrierefreiheit und Gesundheit interessiert. Im Anschluss zeigte ein abwechslungsreiches Sportprogramm, wie vielseitig der SV Concordia aufgestellt ist.

(sabi)
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