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Alpen
Veen sucht die neue Spargelprinzessin

Alpen: Veen sucht die neue Spargelprinzessin
Die Vorbereitung zur Wahl der Spargelprinzessin laufen (v.l.): Achim Schippers, Roman Merkewitsch, Charly Schweden, Martin Wache, Markus Schippers und Ingrid Kühne. FOTO: Gabriele Kremer
Alpen. Am Samstag ist es wieder soweit. Zehn Kandidatinnen wollen die Wahl zur fünften Veener Spargelprinzessin gewinnen. Mit in der Jury sitzt in diesem Jahr Ingrid Kühne, die auch im Rahmenprogramm auftritt. Von Hendrik Gaasterland

Um wen es sich bei den zehn Kandidatinnen handelt, die sich am kommenden Samstag zur fünften Veener Spargelprinzessin küren lassen wollen, daraus macht Roman Merkewitsch noch ein großes Geheimnis. Der Organisator und Leiter der Veranstaltung verrät vorab nur, dass die jungen Bewerberinnen zwischen 17 und 23 Jahre alt sind und nicht alle aus Veen stammen. "Sogar aus Xanten ist eine dabei", sagt Roman Merkewitsch und lässt sich keine weiteren verräterischen Informationen entlocken.

Als vor vier Jahren die Idee geboren wurde, eine Spargelprinzessin als Repräsentantin des Dorfes wählen zu lassen, ahnte wohl keiner der Beteiligten, dass die Resonanz einmal derartig groß werden würde. Bisher hießen die vier Siegerinnen Linda Tenorth, Friederike Fell, Katja Lübke sowie Lisa Tittel. Bei der nun fünften Auflage hat die Jury einmal mehr die Qual der Wahl. "Am Anfang haben wir uns noch gefragt, wie lange die Idee wohl laufen würde und hatten dann im Schnitt zwischen sechs und acht Kandidatinnen. In diesem Jahr waren es erst 13, aber wir haben dann gesagt, dass zehn wirklich reichen", berichtet Roman Merkewitsch. Die Wahl zur Spargelprinzessin kommt also weiterhin gut an, obwohl das Amt auch mit Pflichten verbunden ist. "Die Kandidatinnen bewerben sich selbst und für die Siegerin gibt es in dem nächsten Jahr allerhand zu tun, indem sie bei zehn bis 15 Auftritten das Dorf repräsentieren muss. Das ist kein billiger Klamauk", meint Ortsvorsteher Charly Schweden, der gemeinsam mit Hannes Paessens, Martin Wache, Karl-Heinz Ricken und Markus Schippers in der Jury sitzt. Neu dabei ist Karnevalistin und Stimmungskanone Ingrid Kühne, die als einzige Frau der Runde gleich Bedingungen stellt: "Dann habe ich aber zwei Stimmen."

Die Spielregeln bei der Wahl zur Spargelprinzessin bleiben unverändert. Die zehn Kandidatinnen müssen auf dem Feld Spargel stechen und ihn einmal mit der Hand und einmal maschinell schälen. "Und dann gibt es noch den Fragebogen, der wirklich anspruchsvoll ist und den man nicht ohne das nötige Wissen einfach so beantworten kann", verrät Roman Merkewitsch. Wenn die Bewerberinnen die Aufgaben am Samstagmittag bewältigt haben, stehen sie ab 21 Uhr im Dirndl auf der Bühne des Spargelhofs Schippers, wo gegen 22 Uhr die Siegerin bekannt gegeben wird.

Dass in dieser Woche die Temperaturen weit über die 20-Grad-Marke klettern sollen, kommt den Spagelbauern vor dem Dorfevent mit großem Rahmenprogramm - es spielt die Band Köln Kartell - gerade recht. Bisher hält sich das Gemüse mit dem Wachstum noch merklich zurück, auch weil Sturm Niklas die Abdeckfolien fortblies und die Dämme auskühlten. Pünktlich zur Wahl der Prinzessin soll der Verkauf aber starten und dann werden die Preise für ein Kilo Spargel zwischen acht und zwölf Euro liegen - wegen der Einführung des Mindestlohnes ist er etwas teurer geworden. "Spargelernte ist Handarbeit und wenn sich die Lohnstruktur ändert, beeinflusst das nun einmal den Preis. Der Lohn spielt zu 50 Prozent eine Rolle", weiß Roman Merkewitsch.

Quelle: RP
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