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Alpen
Veenze Kräje, olé: Mehr als 30 Gruppen

Alpen: Veenze Kräje, olé: Mehr als 30 Gruppen
Schürsitters seid mehr als 25 Jahren treue Wagenbauer des Veener Rosenmontagszuges. Der Elferrat im gelben Krähenponcho und mit Sombrero war höchst angetan vom winterlichen Motiv des schmucken Wagens. FOTO: Elferrat Veen
Alpen. Ein großes Schiff ist die Nummer 1 beim 47. Rosenmontagszug in Veen. Strapaziöse Rundreise über Dorfgrenzen hinweg.

Mehr als 300 Jahre kommen zusammen, wenn man die Teilnehmerjahre aller angemeldeten Gruppen beim Rosenmontagszug in Veen zusammenzählt. "Das macht uns schon ein bisschen stolz und zeigt, dass unser Zug sehr beliebt ist", sagt der langjährige Zugleiter der Veenze Kräje Markus Königs.

Der Elferrat der Kräje hat sich bei der traditionellen Wagenbauerrundfahrt eine Woche vor dem Startschuss für den 47. Lindwurm angeschaut, was die verschiedenen Gruppen in den letzten Wochen so auf die Beine gestellt haben und ob bei aller Kreativität auch die baulichen Vorschriften eingehalten worden sind. Gleichzeitig wurden die Startnummern verteilt.

Der Elferrat hatte ein strammes Pensum vor der Brust. Mehr 30 Gruppen mussten besucht werden. Die närrische Führungscrew samt Zeremonienmeister war getreu dem Motto "La Veena Loca - Carnaval Especial" als "Veener Mexikaner" im gelben Krähenponcho und unterm großen Sombrero unterwegs.

Zuerst ging es bergauf. Auf der Bönninghardt zum Ex-Elferrat und zur Gruppe "Wir können uns nicht entscheiden". Die einen kommen als Star-Wars-Helden, die anderen als Cowboys von der Hei ins Tal herab nach Veen. Weiter ging's zum Anwesen von Bürgermeister Thomas Ahls, um den Party-Bus des Kegelclubs "Die Rasselbande" zu bestaunen, in dem die beiden Söhne des Bürgermeisters mitfahren. Nächste Station war Rheinberg, wo die Gruppe TDL aus Xanten und Umgebung im Exil einen Bauplatz gefunden hat. Ihr großes Schiff steht beim 47. Veener Rosenmontagszug in der Pole-Position mit der Startnummer 1. Sie werden als Fischer ihre Netze auswerfen.

Vom südlichsten Bauplatz ging's hoch in den Norden nach Mörmter, wo "Die Lötkolben" zusicherten, mit ihrem "Speedy Gonzales" nicht ganz so laut zu sein wie sonst. Zum Abschluss des Tages führte es die tapferen Veenze Mexikaner zu den befreundeten St.-Petri-Junggesellen nach Büderich. Ihr Wagen-Motiv bleibt noch unter Verschluss und ein streng gehütetes Geheimnis. Aber eins sickerte durch: Es handelt sich um ein wahres Monstrum. Die erste Inspektionsetappe endete im Polderdorf bei Feuerwasser und Tequila in aller Brüderlichkeit.

Nach einer Narrenkappe voll Schlaf und dem Frühstück bei Peter und Ramona Terlinden, ging es in aller Herrgottsfrühe weiter zum "Veenze Veenclub" - eine lustige Truppe befreundeter Familien, die mit ihren Kindern einen kleinen, aber liebevoll gestalteten Wagen gebaut haben. Sein Name ist "Zorro". Ein klasse Typ und der Beweis: Es kommt nicht auf die Größe an.

Danach reisten die Mexikaner weiter nach Alpen zu den Junggesellen-Schützen, zum Kegelclub "Rin inne Kopp" und zum AKK-Prinzenwagen, allesamt Stammgäste beim Zug der Kräjen. In Drüpt fand man die "Landeier & Friends", die als Jäger mit eigenen Hochsitz unterwegs sein werden. Dann war's nicht mehr weit bis Borth, wo Prinz Phillip der Feurige von der 1. KG Borth mit seinem Hofstaat eine Skihütte gebaut hat. Ebenfalls aus Borth kommt eine große Almhütte, die von einem Traktor gezogen wird, den ein gigantischer Sombrero schmückt.

Die Jungschützen Menzelenerheide stürzen sich als Ritter ins Getümmel. Nach dem Stopp an der Mexican-Party- Bar in Büderich und bei der Nachbarschaft Am Huferend in Lüttingen gönnte sich der strapazierte Elferrat eine Mittagsruh', ehe er weit hinauszog nach Sonsbeck. Hier baut seit mehr als 15 Jahren die IGKV immer einen der größten Wagen des Zuges. In dem fahren diesmal kleine Schlümpfe. Mehr wollte man nicht verraten.

Die heimischen Stationen: FKK, Spätzünder, Chaos-Clique und "KC Adelheid meets Spargelschubsen". "Thomas und Freunde" laufen als Clowns erstmals im Zoch mit. Dann wurde es königlich bei den Kegelclubs "Die Nullen" und "Die Stoffbären", die sich mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein als "Könige der Wagenbauer" sehen. Mal sehen, ob sie dem Ruf gerecht werden. Nächste Station waren die Schürrsiters, seit mehr als 25 Jahren dabei. Das Kostüm der Eisprinzessin und der bis ins Detail verzierte Wagen sind rechte Hingucker.

Dann ging's wieder hoch zu den Hei-Lights op der Hei, ebenfalls Newcomer im Veener Karneval. Sie kommen als Flamingos ins Narrental. Zum Schluss wurde noch ein Quartett in Veen besucht: "Kommando Biervernichtung", "Smilies", "Kellerkrähen" und "Rasensprenger" - es wird ein buntes Bild.

Quelle: RP
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