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Alpen
Verstärkte Polizei-Kontrollen wirken

In den ersten fünf Monaten diesen Jahres hat die Kreispolizei in den vier Kommunen deutlich weniger Einbrüche registriert als im Vergleichszeitraum 2016. In Rheinberg waren es zum Beispiel 23 (2016: 39), in Alpen 9 (32) und in Xanten 10 (19). Nur Sonsbeck weicht von dieser Tendenz ab; dort wurden mit 13 mehr als doppelt so viele Einbrüche angezeigt wie im Vorjahr (6). Daniel Freitag von der Pressestelle der Kreispolizei führt dies teilweise auf die verstärkten Kontrollen zurück. Wo sich Schwerpunkte abzeichnen, werden verstärkt - auch zivile - Kräfte eingesetzt.

Aber auch eine aufmerksame Nachbarschaft trägt dazu bei, dass die Zahl der Einbrüche rückläufig ist. "Wenn man etwas Verdächtiges bemerkt, sofort die 110 anrufen", rät Michael Kootz-Landers von der Kriminalprävention. "Lieber einmal mehr als einmal zu wenig. Bei der Polizei haben die Einbrüche eine sehr hohe Priorisierung. Fast jeder zweite bleibt inzwischen im Versuch stecken." Die Menschen sind sensibler geworden, investieren mehr in die Sicherung der Wohnung, alarmieren früher die Polizei. "Aber nie sich einem Einbrecher in den Weg stellen", warnt er.

Besonders im Gedächtnis geblieben ist Daniel Freitag ein Einsatz vom 13. Dezember 2016. Nachbarn hatten die Polizei in Rheinberg informiert und per Standleitung auf dem Laufenden gehalten. Das sei schon vorbildlich gewesen, sagt Freitag.

Mitgenommen wird alles, was sich leicht transportieren und zu Geld machen lässt. Schmuck, Bargeld, Notebook, Handys und Fotoapparate sind für einen Verkauf an den Hehler besonders gefragt. Einbautresore im Schrank werden herausgerissen. Tageslicht schreckt die Täter nicht ab.

Im Gegenteil viele Einbrecher kommen gerade zur Arbeitszeit, wenn eine Wohnung zumeist unbeaufsichtigt ist. In Rheinberg und Alpen fanden zwei Drittel nachgewiesenermaßen tagsüber statt, in Sonsbeck gar etwa 45 Prozent, in Xanten waren es nur 20 Prozent.

(pek)
 
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