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Rheinberg
VHS arbeitet an der Leistungsgrenze

Rheinberg. Programmausschuss tagte: Immer mehr Integrations- und Deutschkurse. Von Uwe Plien

Deutsch als Fremdsprache - das ist der Renner im reichhaltigen Angebot der Verbandsvolkshochschule. Ein Renner, der für die Mitarbeiter schon nahezu erdrückend sei, wie VHS-Leiter Dr. Jens Korfkamp gestern im VHS-Programmausschuss hervorhob.

Durch die vielen Flüchtlinge und Asylbewerber sind natürlich alle Kommunen und damit viele Volkshochschulen betroffen. Allerdings kaum eine so stark wie die gemeinsame VHS für Rheinberg, Alpen, Sonsbeck und Xanten. Das ergab eine landesweite Umfrage des Landesverbandes der Volkshochschulen, die gefragt hatte: "Bezogen auf die Unterrichtsstunden: Um wie viel Prozent ist der Angebotsbereich Deutsch als Fremdsprache in 2015 im Verhältnis zum Vorjahr in Ihrer VHS gewachsen?" Dinslaken meldete 21 Prozent, Wesel 47, Moers 73 - und Rheinberg erstaunliche 138 Prozent. In absoluten Zahlen ausgedrückt: Waren es 2014 noch 27 Angebote, so stieg die Zahl 2015 auf 46.

Eine Aufgabe, die Fachbereichsleiterin Elisabeth Keggenhoff hervorragend gemeistert habe, sagte Korfkamp: "Aber wir kommen allmählich an unsere Leistungsgrenze." Immerhin habe das Land - vorbehaltlich einer Bewilligung durch den Landtag - einen Aufstockerbetrag für Volkshochschulen bis zum Jahr 2018 in Aussicht gestellt.

Als erste Maßnahme sei jetzt eine zusätzliche Verwaltungsstelle ausgeschrieben worden. Die sei zwar zunächst nur auf acht Wochenstunden begrenzt, aber das sei immerhin ein Anfang, so Korfkamp, der hinzufügte: "Wir müssen ja auch den städtischen Haushalt im Auge behalten." Die Ausschreibung sei Thema in der nächsten Verbandsversammlung. Eine Verwaltungsstelle sei hilfreich, weil die Planung und Durchführung von Integrations- und Deutschkursen sowie die Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit einen hohen bürokratischen Aufwand bedeutete.

Hauptthema in der Sitzung war die Diskussion des Programms für das Studienjahr 2016/2017. Es wurde über alle Maßen gelobt und einstimmig der Verbandsversammlung zum Beschluss empfohlen.

Quelle: RP
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