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Rheinberg
Viel Spaß beim Toben mit den Hunden

Rheinberg: Viel Spaß beim Toben mit den Hunden
Lena (9 Jahre) mit dem Miniaturformat eines Australien Shephard: Wenn Flaps einmal laut bellt, heißt das: Ich bin dein Freund. FOTO: Ostermann Olaf
Rheinberg. Respekt, keine Angst: Gebrauchshunde Sportverein Budberg-Baerl hatte zehn Ferienkinder zu Besuch. Von Erwin Kohl

Der Gebrauchshunde Sportverein Budberg-Baerl ist ein echter Stammgast im Rheinberger Ferienkompass. Seit über 40 Jahren erklären die Hundeliebhaber in den Sommerferien Kindern den fachgerechten Umgang mit ihren Vierbeinern. "Wir möchten den Kindern beibringen, den Hund zu verstehen, und Berührungsängste abbauen", erklärt Vereinsmitglied Helga Schibol. Den zehn Ferienkindern wurden am Samstag nur absolut stressresistente und ausgeglichene Begleiter an die Hand gegeben, aber sie lernten auch das richtige Verhalten gegenüber einem zähnefletschenden Angreifer.

"Auf gar keinen Fall weglaufen, das weckt den Fluchtinstinkt beim Hund. Wilde Gesten und Blickkontakt sind ebenfalls zu vermeiden. Am besten ist es, sich langsam umzudrehen", so Schibol. Das war an diesem Tag nicht nötig, denn schon der Programmtitel "Toben mit dem Hund" machte deutlich, dass der Spaß nicht zu kurz kommen würde.

Ein klasse Team: Louis (12 Jahre) hat den Australien Shephard Max sofort in sein Herz geschlossen. Frauchen war begeistert. FOTO: Olaf Ostermann

Bevor es losging, mussten sich Hunde und Kinder erstmal kennenlernen. Die Hand hinhalten, schnuppern lassen und dann den Hund von der Seite streicheln ist die sicherste Herangehensweise für Mensch und Tier. "Die Kinder geben einfache Kommandos wie Sitz oder Platz. Wenn der Hund die ausführt, entsteht sofort eine Vertrauensbasis", erklärt Vorsitzende Simona Marquardt den nächsten Schritt.

Einmal angefreundet, geht es dann beim "Agility" für die Hunde so richtig rund. Im Höchsttempo jagen die Tiere, angefeuert von ihren jungen Aushilfstrainern, über Stellwände, rennen durch lange Tunnel oder durch einen Slalomparcours. Danach dürfen sich die treuen Begleiter erstmal ausruhen. "Vier Stunden am Stück toben ist für Hunde sehr anstrengend, deshalb schieben wir Ruhephasen ein", sagt Simona Marquardt.

Die Ferienkinder können inzwischen beim großen Hundequiz zeigen, was sie gelernt haben. "Wenn der Schwanz absteht, ist der Hund wütend", erklärt Pia und ordnet das Gefühl der richtigen Zeichnung zu. Für den Umgang mit den Hunden hat die Neunjährige eine klare Richtlinie: "Ich habe großen Respekt vor ihnen, aber keine Angst."

Hinter ihr auf der Hundewiese erholen sich die Therapiehunde "Scooter" und "Josie" von Silvia Heldt. Die Australian Shepherds nutzt die Lehrerin einer Essener Förderschule, um Schülern Rücksichtnahme und Verantwortungsgefühl zu vermitteln. "Aber hier sind sie privat, das macht ihnen Spaß", sagt die Halterin.

Lena nimmt unterdessen höchst konzentriert am Eierlauf mit Rüde "Flaps" an der Hand teil, der sich ein Grinsen nicht verkneifen kann. "Flaps" hat nicht nur ein Auge in zwei Farben, er hat auch seine ganz eigene Art der Anbahnung. "Flaps bellt einmal laut und gibt damit zu verstehen: Ich bin dein Freund", erläutert Marietta Baumann. Zum Ausklang gab es für die Kinder neben der Grillwurst selbst gebackene Plätzchen in Hundeform.

Quelle: RP
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