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Rheinberg
Vier Entwürfe für den Großen Markt

Rheinberg: Vier Entwürfe für den Großen Markt
Landschaftsarchitektin Hendrike Scriverius stellte die vier Gestaltungsentwürfe im Stadthaus vor. Das Interesse war groß. FOTO: Olaf Ostermann
Rheinberg. Das von der Stadt Rheinberg beauftragte Landschaftsarchitektur-Büro Reinders aus Duisburg stellte bei einer Info-Veranstaltung im Stadthaus vor, wie der Platz gestaltet werden könnte. Eine finanzielle Förderung steht in Aussicht. Von Sabine Hannemann

Die Marktplatzgestaltung liegt den Rheinbergern am Herzen, wie bei der Info-Veranstaltung im gut besuchten Stadthaus zu erleben war. Ihre Meinung wie auch Kritik war zu den Gestaltungsentwürfen gefragt. Bevor Hendrike Scriverius, Landschaftsarchitektin im Duisburger Büro von Johannes Reinders, vier Varianten vorstellte, gab der Technische Beigeordnete Dieter Paus einen kurzen Rückblick auf den Stand der Dinge. Bis zum Jahresende, spätestens Anfang 2017, soll eine Entscheidung für die Neugestaltung gefällt werden. Bereits die nächste Ausschusssitzung am 31. August beschäftige sich damit. Vor der Marktplatzgestaltung erfolgen die gut sechswöchigen Kanalbaumaßnahmen.

Hendrike Scriverius stellte zunächst Stärken und Schwächen des Marktplatzes heraus. Zu den Stärken zählte sie die harmonischen Proportionen. Trotz der Kriegsschäden sei die historische Abfolge erhalten. Die bauliche Substanz sei ebenfalls gut. "Die Friedenseiche ist ein Naturdenkmal, das Herz des Platzes", sagt die Landschaftsarchitektin. Zu den Schwächen gehöre ein unattraktiver Spielplatz. "Die St.-Peter-Kirche hat keinen Anschluss an den Markt." Als ungünstig bezeichnete sie die Befahrbarkeit des Platzes und die Parkplätze vor der Häuserfront auf der Südseite.

Herausforderung sei das Gefälle mit einem Höhenunterschied von knapp fünf Prozent. Scriverius machte auf den gut gepolsterten Fördermitteltopf aufmerksam, der aufgrund des Integrierten Handlungskonzeptes von Rheinberg einen neuen Kostenrahmen ermögliche. Jede der vorgestellten Varianten zeige "Charme", sei durchdacht, wie die Anwesenden später äußerten. Variante 1 ("Ein Platz erzählt eine Geschichte") vermittelt über die in den Bodenbelag eingelassenen Stahlbänder Daten zur Stadtgeschichte. Wasserfontänen sorgen für Atmosphäre, verbessern die Aufenthaltsqualität und seien gut für die Bäume, so Scriverius. Variante 2 hingegen erweitert den Platz über die Südfront bis zu der Häuserfront. Eine Lösung, die vor allem die Gastronomie stärken soll, aber zugleich die Straße für den Autoverkehr sperren würde. Ein Ansatz, der im Nachgang für Diskussionsstoff sorgte. Variante 3 sieht in der Pflasterung eine Diagonalstruktur vor. Variante 4 schlägt ein Skulpturenfeld vor und die Anhebung des Platzes, Höhe Fischmarkt, um 15 cm. Dabei verringert sich das Gefälle, doch gehe der schwellenfreie Zugang dadurch verloren. Zustimmung fanden die verschiedenen Vorschläge in jedem Fall. Angemerkt wurde, dass im Zeitalter der E-Mobilität, Ladestationen für E-Bikes fehlten und das Fahrradkonzept der Stadt überarbeitet werden müsse.

Reinders wies bei der Frage nach großformatiger Pflasterung darauf hin, dass die Platten Anforderungen großer Veranstaltungen genügen müssten und das Austauschen defekter Platten schwierig sei. Auch müsse die neue Pflasterung mit der bereits Vorhandenen harmonieren.

Quelle: RP
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