| 00.00 Uhr

Rheinberg
Von Schließung ist keine Rede mehr

Rheinberg: Von Schließung ist keine Rede mehr
Schwimm- und Badespaß im Underberg-Freibad. Es muss nach mehr als 20 Jahren wieder technisch nachgerüstet werden. Geklärt werden muss aber zunächst, in welcher Höhe in das Bad investiert werden muss. FOTO: Uwe Plien
Rheinberg. Im Rat ging es auch um das Underberg-Freibad. Der aus dem Haushaltssicherungskonzept gestrichene Einsparbetrag in Höhe von 200.000 Euro hatte für Irritationen gesorgt. Das klare Bekenntnis aller Fraktionen lautet: Das Bad soll bleiben. Von Uwe Plien

Niemand habe die Absicht, das Underberg-Freibad zu schließen - das war der Tenor in der Ratssitzung. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Erich Weisser hatte in einem RP-Bericht darauf hingewiesen, dass der ursprüngliche Ersparnis-Ansatz für das Bad im Haushaltsicherungskonzept (HSK) um 200.000 Euro reduziert worden war, dies aber offenbar (so seine Vermutung) weder in der Verwaltung noch in der Politik bekannt gewesen sei. Das hatte zu Irritationen geführt.

Der fraktionslose Ratsherr Ulrich Hecker gab unumwunden zu, dass er nichts davon gewusst habe. "Sonst hätte ich im Sportausschuss nicht den Antrag gestellt, den HSK-Betrag von 250.000 Euro herauszunehmen", unterstrich er im Rat.

Bürgermeister Frank Tatzel machte deutlich (und hatte dies auch schon in einem RP-Bericht gesagt), dass im HSK nicht mehr von einer möglichen Schließung die Rede sei, sondern von einer Einsparung. Allerdings seien die Kosten für die Betriebsführung nicht detailliert aufgeschlüsselt. Das werde noch nachgeholt und dem Kreiskämmerer vorgelegt. Tatzel: "Wir waren davon ausgegangen, dass die 200.000 Euro als Einsparung nicht mehr zu halten sein werden."

Nun soll in drei Schritten vorgegangen werden. Die entscheidenden Fragen dabei: Wie entwickelt sich das Haushaltssicherungskonzept? Welche Kosten verursacht das Bad? Und welche Summe muss in das Bad investiert werden? Tatzel: "Wichtig ist, was im Sportausschuss gesagt worden ist, dass das Underberg-Freibad erhalten bleiben soll."

Claudia von Parzotka-Lipinski (SPD), Vorsitzende des Sportausschusses, erinnerte ebenfalls daran, dass sich das Gremium in der letzten Sitzung ganz klar "pro Bad" positioniert habe. "Die Frage lautet: Wie viel Bad braucht Rheinberg?" so die Politikerin. Das Bäderkonzept betrachte ausdrücklich alle Bäder, nicht nur das Freibad. Es reiche nicht aus zu sagen, dass im Freibad zwei Pumpen ausgetauscht werden müssen. Claudia von Parzotka-Lipinski: "Wir wollen über Szenarien sprechen, wollen ein attraktives Bad haben. Das Underberg-Bad hat nun einmal einen unglaublichen Charme."

Josef Devers (CDU) interessierte eine grundsätzliche Frage: "Gibt es eigentlich andere HSK-Maßnahmen, die wegfallen können?" Der Kreis als Aufsichtsbehörde, so lautete die Antwort der Verwaltung, habe darauf hingewiesen, dass die Stadt eine andere Regelung finden müsse, wenn die Gewerbesteuereinnahmen nicht ausreichten, um die Ansätze im Haushaltssicherungskonzept zu decken. Die Stadt hatte als Kompensation für den Einsparbetrag für das Freibad den Gewerbesteueransatz erhöht und hofft nun, dass die prognostizierten 22,5 Millionen Euro auch fließen.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Rheinberg: Von Schließung ist keine Rede mehr


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.