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Rheinberg
Vorgezogene Bescherung bei der Tafel

Rheinberg: Vorgezogene Bescherung bei der Tafel
Auch Heike Wunsch hat gestern kräftig mit angepackt. Für die Senioren hatte sie auch Geschenke gebastelt. FOTO: A. Fischer
Rheinberg. Die Lebensmittelausgabestelle reichte bei der letzten Aktion dieses Jahres zahlreiche Spenden. Von Uwe Plien

Die letzte Lebensmittel-Ausgabe der Rheinberger Tafel vor Weihnachten ist immer etwas Besonderes. So war es auch gestern. Tanja Braun, die Koordinatorin der Tafel: "Es war nicht nur der letzte Ausgabetag vor Weihnachten, sondern auch in diesem Jahr. Da möchten wir unseren Kunden etwas bieten, dass es sonst nicht gibt."

Die "Kunden", das sind inzwischen mehr als 400 Frauen und Männer mit einem Bezugsberechtigungsschein. Das bedeutet: Sie können dienstags ab 14.30 Uhr zum Pfarrheim St. Anna kommen und für sich und gegebenenfalls für ihre Angehörigen dort eine Lebensmittelration abholen. "Das läuft gut, wir haben das alles gut im Griff, es gibt nur ganz selten mal Zwischenfälle. Die Kunden wissen, dass sie bei uns nicht damit durchkommen, wenn sie drängeln oder meckern", sagt Tanja Braun, die wie ihre 54 Kollegen und Kolleginnen ehrenamtlich in der Tafel-Arbeit tätig ist.

Eine ganz gemischte Truppe packt da mit an. Der elfjährige Felix (der jüngste Sohn von Tanja Braun) arbeitet ebenso mit wie ein 80-jähriger Rentner. Alle seien Woche für Woche mit großem Eifer bei der Sache, holen die Lebensmittelspenden in den Märkten ab, räumen sie ein, verteilen sie.

Seit ungefähr einem halben Jahr gibt es dienstags auch eine vorgeschaltete Tafel für Senioren. Ab 13 Uhr kommen ältere Menschen, mittlerweile 80 bis 100 pro Woche. Diese Gruppe habe man abgetrennt, um mehr auf die Bedürfnisse der Betroffenen eingehen zu können und den alten Menschen die Wartezeit zu verkürzen, sagt Tanja Braun. Heike Wunsch aus dem Tafel-Team hat sich für die alten Leute sogar etwas Besonderes ausgedacht. "Sie hat für alle Senioren ein schön gestaltetes Teelicht im Glas gebastelt und als Geschenk zu Weihnachten weitergereicht", sagt Tanja Braun. Gestern gab es weitaus mehr zu verteilen als üblicherweise. Tanja Braun: "Viele Rheinberger haben Pakete gespendet, ungefähr 120 Stück: für Senioren, Kinder, Familien. Das waren nicht nur haltbare Lebensmittel drin, sondern auch mal Besonderheiten wie eine Dose Rinderrouladen oder Pflegemittel." Auch andere unterstützten die Tafel. Die Rheinberger Jusos haben jede Menge Spielsachen als Spenden zusammengetragen und zum St.-Anna-Pfarrheim gebracht. Und die Klassen der Europaschule haben ebenfalls Kartons gepackt. Die Koordinatorin: "Zwei Autos voll mit Kartons, in denen Nudeln und andere haltbare Sachen waren." Jetzt macht das Tafel-Team erst einmal Pause. Im Januar geht es dann weiter. Fürs nächste Jahr wünscht sich Tanja Braun, dass wieder viel gespendet wird, damit diese Spenden an die bedürftigen Menschen weitergereicht werden können. "Die Menschen brauchen unsere Hilfe", sagt die Rheinbergerin.

Quelle: RP
 
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