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Rheinberg
"Wald" als Unterrichtsfach

Rheinberg: "Wald" als Unterrichtsfach
Die Klasse 5f der Gemeinschaftsschule Rheinberg im Wald: Revierjagdmeister Konrad Niehues erklärt Maik, Lasse, Celina, Philipp, Etienne und Christopher den Baumbestand. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Die Rheinische Post begleitet die Klasse 5f der Gemeinschaftsschule Rheinberg durch das Schuljahr. Gestern waren die Kinder mit Revierjagdmeister Konrad Niehues im Wald in der Nähe der Autobahn 57. Von Nicole Maibusch

Fast mucksmäuschenstill schlichen Maik, Philipp, Lasse, Celina, Etienne und Christopher gestern durch den Wald. Schließlich befanden sie sich auf der Pirsch. Und das bedeutete auch für die Schüler der 5f der Gemeinschaftsschule Rheinberg: Augen und Ohren offen halten, um die Natur zu beobachten und zu deuten.

Rollende Waldschule

Im Rahmen von Projekttagen zum Thema "Wald, Tiere, Pflanzen" erkundeten 21 Schüler der Klasse 5f in kleinen Gruppen die heimische Flora und Fauna. An ihrer Seite: kundige Jäger der Kreisjägerschaft Wesel, die mit ihrer "Rollenden Waldschule" die Natur zum Lernort machen. Im Vorfeld der rund einstündigen Pirsch durch den Wald bei Rheinberg hatten die Weidmänner unter anderem ausgestopfte Tiere in ihrer natürlichen Umgebung "versteckt". Die galt es für die Naturdetektive der 5f mit viel Spürsinn zu entdecken.

"Könnt ihr sehen, wie alt dieser Baum ist?", fragte Revierjagdmeister Konrad Niehues die Gruppe um Maik und Lasse. Die Schüler hatten gelernt: Man muss keinen Baum fällen, um dessen Alter anhand der Jahresringe zu bestimmen. "Die Astwuchsringe lassen darauf schließen", so die einhellige Antwort.

Schmatzende Igel

Nur wenige Schritte weiter wäre den Fünftklässlern fast ein interessantes Detail auf ihrer Schleichjagd entgangen. "Schaut mal hier rechts", lenkte Niehues die Aufmerksamkeit der Schüler auf den Wegesrand und deutete auf einen stacheligen Zeitgenossen. Hier hatte der Jäger unter einem kleinen Strauch einen ausgestopften Igel versteckt. "Der könnte gerade aus dem Winterschlaf erwacht sein", erläuterte der 49-jährige Revierjagdmeister und gab den kleinen Walddetektiven einen Tipp: Bevor man einen Igel sieht, hört man ihn meist, denn Igel schmatzen ungemein. Und schon hatten die Kids wieder etwas dazugelernt.

Für die Schüler der 5f war der Ausflug in den Wald ein echtes Erlebnis. "Wir haben schon verschiedene Tiere und Tierstimmen im Unterricht kennengelernt", erklärte Marie (11). Und Marit (10) hoffte: "Vielleicht sehen wir ja heute auch ein Rehkitz." Für Özge (10) war eigentlich nur eines wichtig: Einmal etwas in der Natur zu unternehmen.

www.rp-online.de/rheinberg

Quelle: RP
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