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Rheinberg
Weihnachtsmarkt der 1000 schönen Ideen

Rheinberg: Weihnachtsmarkt der 1000 schönen Ideen
Melissa Nagel, Doreen Weber und ihre Tochter Franziska (v.l.) waren von den angebotenen Katzen und "Prachtweibern" ganz begeistert. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Birgit Kraemer und Maureen Miller-Welter hatten zum sechstenMal in die Begegnungsstätte Reichelsiedlung in Rheinberg eingeladen. Von Erwin Kohl

Zum sechsten Mal haben Birgit Kraemer und Maureen Miller-Welter in der Begegnungsstätte der Rheinberger Reichelsiedlung ihren urgemütlichen Weihnachtsmarkt ausgerichtet. Es duftet nach Glühwein und Plätzchen, im Hintergrund läuft weihnachtliche Musik. Für das besondere Flair dieses Weihnachtsmarktes sorgen aber die Bewohner der Siedlung selbst mit ihren vielen tollen Ideen. Denn fast alles, was an den Ständen im Erdgeschoss angeboten wird, ist selbst gemacht und zeigt sehr viel Kreativität.

Das gilt auch für die pfiffigen Garderoben von Birgit Kraemer, bei denen Jacken und Mäntel an umgebogene Teelöffel gehängt werden. Dass Handarbeit durchaus auch die jüngere Generation reizen kann, beweisen Melissa Nagel und Franziska Weber. Die Teenager bieten neben selbstgenähten Kissen Deko-Tannenbäume und Stoffsterne an. "Ich habe meiner Mutter in der Frauengruppe zugesehen, da kam ich auf die Idee, das auch mal auszuprobieren", erzählt Franziska Weber.

Eine ungewöhnliche Aufgabe hat an diesem Wochenende die dreijährige Mia Libuda. "Sie ist mein Mützenmodel, an ihr nehme ich Maß für die selbstgestrickten Kindermützen und Loopschals", erklärt Mutter Sonja. Nebenan verkauft Robert Dietrich 250 einzigartige Landschaftsbilder des unbekannten niederländischen Malers Peter Kantes. Die meisten der angebotenen Artikel wurden das Jahr über gemeinschaftlich in den unterschiedlichen Gruppen hergestellt, so auch die schmackhaften Liköre und die bunten Badesalze der allein erziehenden Mütter der Reichelsiedlung. "Von dem Erlös machen wir gemeinsame Ausflüge mit unseren Kindern", berichtet Sara Mund.

Richtig gute Ideen hat auch Jill Bobnick. Die junge Frau bietet Leinwände an, die sich mit Kreide bemalen und wieder abwischen lassen, so entstehen immer wieder neue Kunstwerke und das auch noch kostengünstig. Eine weitere Erleuchtung kam Bobnick beim Anblick ihrer vielen Muscheln. Die hat sie kurzerhand mit Wachs ausgegossen und bietet sie als maritime Teelichter an. Außergewöhnlich ist auch der süße Einfall von Helena Krüger: Damit man nach dem Genuss ihrer Schokoladensterne keine klebrigen Finger bekommt, hat sie einen Holzstab in das Gebäck eingearbeitet. Für nur 50 Cent war der "Kuchen am Stiel" ein echter Renner an diesem Wochenende.

Handarbeit, das wurde in der Begegnungsstätte gleich mehrfach deutlich, kann auch der Umwelt dienen. So sind etwa Dosenverschlüsse die Grundlage toller Schmuckstücke von Maureen Miller-Welter oder dienen ausrangierte CDs als Versteifung der Handtaschen von Ute Häßler. Und Flaschen, auf die es kein Pfand gibt, werden von der Rentnerin umhäkelt und dienen als sehenswerte Blumenvase. Wer sein Glück probieren wollte, konnte bei Astrid Nietzold Lose kaufen und attraktive Preise gewinnen. Der Erlös aus der Tombola fließt wie immer in die Jugendarbeit der Caritas.

Quelle: RP
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