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Alpen
Wenn der Kontrabassbär brummt

Alpen: Wenn der Kontrabassbär brummt
Musizieren kann ziemlich schweißtreibend sein: Tierisch gut drauf waren Kinder und Musiker beim Instrumenten-Kennenlern-Stück in der Turnhalle der Grundschule Am Wald. FOTO: Armin Fischer (arfi)
Alpen. "Nimmerland Theater" fesselt in der Alpener Grundschule die Kinder mit dem Musical "Die neunte Sinfonie der Tiere". Von Erwin Kohl

Ein tierisches Vergnügen erlebten die 170 Schüler der Grundschule "Zum Wald". Dort gastierte das Konstanzer "Nimmerland Theater" mit dem Instrumenten-Kennenlernen-Stück "Die neunte Sinfonie der Tiere". Ziel des Ensembles ist es, Kinder spielerisch an die klassische Musik heranzuführen. Ein Konzept, das wie maßgeschneidert zur Alpener Schule passt, in der Kultur großgeschrieben wird. Neben Theaterbesuchen steht dabei auch vermeintlich schwere Kost auf dem Programm.

"Uns ist es wichtig, Kindern den Zugang zu klassischer Musik zu ermöglichen. Sie erfahren dabei, was eine Arie ist, oder lernen die Instrumente eines Sinfonieorchesters kennen" erklärt Schulleiterin Ulla Ledermann.

Bei der Sinfonie der Tiere war es den Kindern ausdrücklich erlaubt, mal auf die Pauke zu hauen oder einen Kontrabass zu spielen. Während für die eigentliche Aufführung Attrappen zum Einsatz kamen, hatten Mona und Kris Köhler, die Schauspieler des Nimmerland-Theaters, die echten Orchester-Instrumente gegenüber der Bühne aufgebaut zum Anfassen und Ausprobieren, auch wenn die Kinder in der Turnhalle mit Spannung auf die Aufführung warteten.

Ging es im vorigen Stück des Theaters mit dem Titel "Das Konzert der Tiere" hauptsächlich um Instrumentenkunde, steht bei der "Neunten" die richtige Sitzordnung eines Sinfonieorchesters auf dem "tierischen" Lehrplan.

Dafür haben sich die Schauspieler eine raffinierte Geschichte ausgedacht: Der junge Dirigent Karavan hat zwei Tage Zeit, ein Orchester auf die Beine zu stellen. Von einer dubiosen Agentur werden ihm schwer vermittelbare Musiker angeboten. Kurz darauf steht ein Löwe mit einer Kesselpauke vor der Tür. Es folgen ein Schaf ("Professor Doktor Wilma Schaf") eine Schildkröte ("Ich habe Beethoven noch persönlich gekannt"), eine Gans und eine Maus.

Weil einige Tiere allerdings auf der Speisekarte der anderen stehen, scheint das Vorhaben zum Scheitern verurteilt. Der Plan, die gefährlichen von den harmlosen Tieren räumlich zu trennen, scheitert.

Schließlich ist es der stumme "Kontrabassbär", der hingebungsvoll "Freude schöner Götterfunken" anstimmt und damit für orchestrale Harmonie sorgt. Ohne Maske und Kostüm schlüpft Kris Köhler während des Spiels in unterschiedliche Tierrollen und begeistert das junge Publikum. Am Ende versieht Köhler die hölzernen Instrumente mit Tiergesichtern und erklärt den Grundschülern sehr anschaulich, wie wichtig die richtige Orchestersitzordnung ist. "Von der ersten bis zur vierten Klasse waren alle bis zum Ende voller Spannung dabei. Das ist einfach klasse", lautete das Fazit von Rektorin Ulla Ledermann.

Quelle: RP
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