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Rheinberg
Wenn Kooperation mit Alpen, dann erst nach 2020

Rheinberg. Es gab weder im Haupt- und Finanzausschuss (RP berichtete), noch gestern Abend im Schulausschuss triftige Gründe dafür, das Thema "Kooperation der Europaschule Rheinberg mit der Sekundarschule Alpen" unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu verhandeln. Das musste dann auch die Verwaltung einsehen. Wie tags zuvor rutschte der Tagesordnungspunkt auch gestern (diesmal auf CDU-Antrag) in den öffentlichen Teil. Von Uwe Plien

Dort konnte Norbert Giesen, Direktor der Europaschule, zur Erhellung beitragen. Er führte aus, welche Konsequenzen eine engere Kooperation oder gar ein Schulverbund für die Rheinberger Schule (die ja nicht auf Alpen angewiesen ist, sondern umgekehrt) haben könnte. Der Modellversuch, in dem sich die Europaschule befindet, läuft erst 2020 aus. "Wenn wir bis dahin durchhalten", so Giesen, "haben wir alle Chancen, vom Ministerium als Modellschule mit wissenschaftlicher Begleitung und allen Vorzügen weitergeführt zu werden." Da schon einige Schulen, die wie Rheinberg als Gemeinschaftsschule gestartet sind, in Gesamt- oder Sekundarschulen umgewandelt wurden, hat die Europaschule gute Karten, zum Zuge zu kommen.

Entschiede man sich schon jetzt zu einer Zusammenarbeit mit der Sekundarschule im Nachbarort, wäre für die Rheinberger nicht nur der Modellversuch mit einer derzeit sehr komfortablen Personalausstattung beendet, es bedeutete auch das Ende beider Schulformen. Norbert Giesen: "Beide Schulformen würden auslaufen und die pädagogische Arbeit beider Schulen würde wegfallen." Nach 2020 könnte das pädagogische Konzept an der Europaschule weitergeführt werden. Ob und in welcher Form die Alpener Einrichtung integriert werden könnte, das hängt auch von der Politik ab. Konkret: davon, wie die nächste Landtagswahl ausfällt und wie sich die nächste Landesregierung positioniert.

Der Schulausschuss beauftragte die Verwaltung nun, möglichst noch vor den Sommerferien einen Gesprächstermin mit der Bezirksregierung zu bekommen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Bei dieser Gelegenheit soll auch besprochen werden, ob die Schülerzahlbegrenzung an der Europaschule gelockert werden kann, damit auch Flüchtlingskinder aufgenommen werden können. Bisher liegt die maximal erlaubte Schülerzahl pro Jahrgang bei 150 - und die wurde stets erreicht oder sogar überschritten, so dass einige Kinder abgewiesen werden mussten.

Quelle: RP
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