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Alpen
Werbering besorgt: Burgstraße erst im Juni frei

Alpen. Die Alpener Geschäftsleute sind längst mit ihrer Geduld am Ende. Grund dafür ist der durch Dauerbaustellen regelmäßig gebremste Kundenstrom. Erst war die Rathausstraße wochenlang nur Sackgasse, von Kunden aus Millingen nicht erreichbar, dann erfolgte die Sanierung der Weseler Straße (B 58) mit Dauerstau im Ortskern und seit Anfang Januar ist mit der Burgstraße die Hauptschlagader im Ort für den Verkehr gesperrt. Wie lange soll das noch weitergehen? Von Erwin Kohl

Um die Frage zu klären, hatte der Werbering Ralf Kempken zur Jahreshauptversammlung in die Burgschänke eingeladen. Der Lineg-Bauleiter erläuterte die vielschichtigen Widrigkeiten, die für den enormen Zeitaufwand bei den Arbeiten am Brückenbauwerk verantwortlich sind.

"Versorgungsleitungen beispielsweise hat man damals einbetoniert. Die mussten wir aufwendig freilegen. Dazu bestand die Sohle des Kanals aus 80 Zentimeter dickem Stahlbeton. Damit hat niemand gerechnet", so Kempken. Torfiger Untergrund und garantierte Kampfmittelfreiheit seien weitere Gründe für Verzögerungen.

Die Aussage des Lineg-Mannes, dass die Vollsperrung spätestens Mitte Juni aufgehoben wird, nahmen die Mitglieder des Werberings stöhnend zur Kenntnis. "Mit der Umsetzung des Stadtumbaus kommen im nächsten Jahr die nächsten Baumaßnahmen auf uns zu", befürchtet Werner Paduch. Der Vorsitzende des Werberings sieht schwarz: "In den nächsten Jahren reihen wir uns ein in Orte wie Issum oder Rheinberg. Dort sind die Innenstädte schon tot."

Zusätzliche Brisanz entstehe durch die mangelnde Koordination von Maßnahmen. Im Rahmen der angestrebten städtebaulichen Entwicklung sei es vorstellbar, dass die Asphaltdecke der Burgstraße durch zeitgemäße Pflastersteine ersetzt werde. Das hätte man im Bereich der Baustelle schon jetzt und sehr viel kostengünstiger haben können. "Wir haben der Gemeinde angeboten, den Bereich abschließend zu pflastern. Das wollte man nicht. Jetzt werden wir den Asphalt wieder herstellen", so Kempken.

Für das bevorstehende Blumen- und Spargelfest am Sonntag, 24. April, wird die Lineg für mehr Platz sorgen und den Fußgängerweg verbreitern, versprach Kempken. Was die Namensgebung betrifft, mutiert das traditionelle Frühlingsfest allmählich zur Mogelpackung. "Es nennt sich zwar Blumen- und Spargelfest, aber es haben sich nur noch zwei Blumenhändler angemeldet", sagte Petra Romba. Mit einer Pflanzentauschbörse auf dem Rathausplatz möchte die Rathaus-Mitarbeiterin dem Trend entgegenwirken.

Besucher können dort überschüssige Stauden, Knollen oder Ableger aus ihrem Garten mitbringen und sich ihrerseits bedienen. Das Ganze ist gratis. Nur wer nichts abgibt, wird um eine Spende fürs Streuobstwiesenprojekt gebeten.

Am zweiten Septemberwochenende wollen sich die Alpener Geschäftsleute erneut an der IHK-Aktion "Heimatshoppen" beteiligen, obwohl der Erfolg im Vorjahr nur mäßig war. "Aber Alpen war mal wieder im Gespräch", so Paduch.

Quelle: RP
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