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Alpen
Wettrennen auf der Datenautobahn

Alpen. Telekom und Deutsche Glasfaser informierten gestern die Alpener Politik. Von Bernfried Paus

Das Wettrennen, Alpen an die Datenautobahn zu bringen, ist in vollem Gange. Gestern erreichten die beiden Netz-Konkurrenten Deutsche Telekom und Deutsche Glasfaser das Rathaus. Die Kontrahenten informierten im Planungsausschuss die Politik über ihre Marschrichtung.

Beide Anbieter wollen die Surfer im weltweiten Netz mittels Glasfaser - "sieben Mal dünner als ein Haar" - deutlich schneller machen. Die Telekom möchte auf "bis zu 100 Mbit/s" beschleunigen, der Konkurrent fängt bei dem Tempo erst an und verspricht für die nächsten 30 Jahre zukunftsfest zu sein. Grund: Die Telekom legt die rasante Leitung nur bis zu einem der 27 Verteilerkästen im Ort (FTTC). Von dort geht's mit den Daten weiter über die herkömmliche Kupferleitung. Vorteil: Im und am Haus ändert sich baulich und technisch nichts. In zwei, drei Jahren will die Telekom noch mal Gas geben. Durch ein Software-Update soll die Leistung dann mehr als verdoppelt werden. Die Deutsche Glasfaser legt die Turboleitung bis ins Haus (FTTH). Der Anschluss ist in der Anfangsphase gratis. Bei den monatlichen Gebühren liegen beide Anbieter zunächst in etwa gleichauf.

Allerdings muss die Deutsche Glasfaser einen nicht unerheblichen Bremsklotz aus dem Weg räumen, damit sich das Netz rechnet: Fast die Hälfte aller Alpener Haushalte - mindestens 40 Prozent - müssen sich verbindlich fürs Hochleistungsnetz entscheiden. Die Telekom arbeitet schon. Das macht's im Wettrennen nicht leichter.

Quelle: RP
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