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Alpen
Wildblumenwiesen für Alpen

Alpen. Der Umweltausschuss hat den Weg für das Projekt frei gemacht. Von Erwin Kohl

Der Bau- Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde Alpen durfte sich in seiner jüngsten Sitzung mit einem blumigen Thema beschäftigen. Grund war ein Antrag der Naturschutzstiftung Niederrhein, in der Gemeinde ein erstes Wildblumenwiesenprojekt zu realisieren. "Die Naturschutzstiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, insbesondere die naturnahe bäuerliche Kulturlandschaft zwischen Duisburg und den Niederlanden als Erlebnis- und Lebensraum für Pflanzen, Tiere und nicht zuletzt für uns Menschen nachhaltig zu fördern und zu bewahren", erklärte Stiftungsratsmitglied Hans-Joachim Berg. Der ehemalige Bauamtsleiter und Dezernent der Gemeinde wies darauf hin, dass durch den stetigen Rückgang von unbewirtschafteten Grünflächen mittlerweile viele Insektenarten bedroht sind. Insbesondere die für das ökologische Gleichgewicht so wichtigen Wildbienen seien davon betroffen.

Anhand einer von der Stiftung am Xantener APX angelegten Wildblumenwiese machte Berg deutlich, dass sich neben seltenen Bienenarten zahlreiche weitere Insekten mittlerweile dort heimisch fühlen. Das überzeugte die Gemeindevertreter. Ein entsprechendes Grundstück für die rund 80 mal 20 Meter große Wildblumenwiese wurde bereits bei ersten Gesprächen im vergangenen Jahr am Ratsbongert in unmittelbarer Nähe zu den Obstbäumen ausgemacht. Unterstützung durch die Stiftung erfährt die Gemeinde bei der Herrichtung des Bodens und der Auswahl von standortgerechtem Saatgut. Darüber hinaus kümmern sich die Naturschützer in den ersten fünf Jahren um Nachsaat und Düngung.

Der Gemeinde wird die Aufgabe zuteil, die Fläche zweimal im Jahr zu mähen und das Mähgut abzufahren. "Das ist ganz wichtig, weil die Bodenqualität sonst zu gut wird und sich dort schnell Brennnesseln und andere unerwünschte Pflanzen ansiedeln", so Berg. Lobende Worte für das Projekt gab es im Anschluss von Vertretern aller Parteien. "Das Bienensterben ist ein großes Thema. Diese Wiese ist ein wichtiges Element, dem entgegenzuwirken", äußerte sich Peter Nienhaus (Grüne). Dr. Armin Lövenich (SPD) nutzte die Gelegenheit für eine kleine Stichelei: "Die Wildblumenwiese ist eine schöne Alternative für die Fläche an der Haagstraße, an der jetzt ein Parkplatz ist."

Mit der Umsetzung soll im Herbst begonnen werden. Was den Alpenern künftig an der Rathausstraße blüht, ist ungewiss. "Das ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich, es können mal Mohn- und Kornblumen sein oder auch ein Meer von Margeriten", mutmaßt Hans-Joachim Berg.

Quelle: RP
 
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