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Rheinberg
Willi Tappe reicht Kolpingsstab weiter

Rheinberg: Willi Tappe reicht Kolpingsstab weiter
Willi Tappe (l.), der langjährige Vorsitzende, zusammen mit Pastoralreferent Georg Welp (M., geistlicher Beistand) und dem bisherigen Kassierer Dieter Manthey (r.) mit der Büste von Adolf Kolping. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Nach 31 Jahren hört der langjährige Vorsitzende auf. Ein junges Kollektiv leitet die Kolpingsfamilie nun gemeinschaftlich. Von Peter Gottschlich

Sonntagmittag verabschiedete sich Willi Tappe als Vorsitzender der Rheinberger Kolpingsfamilie. "Niemals geht man so ganz", zitierte der 68-Jährige bei der Jahreshauptversammlung Trude Herr, nachdem er 31 Jahre die Rheinberger Kolpingsfamilie geleitet hatte. "Der alte Vorstand bietet dem neuen seine Unterstützung an."

Dieser neue Vorstand hat mit dem alten nicht mehr viel gemeinsam. Zum ersten muss dieser neue Vorstand nicht mehr einen Vorsitzender oder Sprecher haben. Denn er versteht sich als "kollektives Leitungsgremium", wie es in der neuen Satzung der Rheinberger Kolpingsfamilie heißt, die von 50 Kolpingmitglieder bei der Jahreshauptversammlung im Pfarrheim von St. Peter beschlossen wurde. Dieses soll "gemeinsam die Verantwortung für das Wohl der Kolpingsfamilie" tragen. Es besteht aus drei Personen, die diesmal von den Mitgliedern der neuen Vorstandsgruppe aus ihren Reihen gewählt werden.

Dieser neue Vorstand ist jünger als der alte und es sind mehr Frauen vertreten, was der zweite Unterschied ist: Karin Ricking (46 Jahre), Karina Eichhorn (43), Tanja Schiffer (43), Connie Fritsche (48), Daniela Geßmann (43) und Mathias Lorenz (42). Ferner gehören dem Vorstand Christoph Dumpelmann-Berner (39) als Schriftführer, Achim Jüngst (46) als Kassierer und Georg Welp (61) als geistlicher Leiter an.

Den Generationswechsel hatte Willi Tappe in den vergangenen vier Jahren vorbereitet, indem er und seine Mitstreiter junge Familien für die Kolpingsfamilie warben. "Seit 2011 haben wir 47 neuen Mitglieder gewonnen", berichtete er am Sonntag über den lange geplanten Stabwechsel an die junge Mannschaft. "17 sind in der gleichen Zeit gestorben. Der Mitgliederstand liegt jetzt bei 112."

Der dritte Unterschied des neuen und des alten Vorstandes ist die Amtszeit. Sie soll nicht mehr sechs Jahre in einer Funktion übersteigen. Die Wahl in ein anderes Amt bleibt aber möglich.

Pastoralreferent Georg Welp bedankte sich im Namen der Kolpingsfamilie beim scheidenden Vorsitzenden, nachdem die neue Satzung beschlossen war. 1978 habe dieser mit 31 Jahren das Amt des Schriftführers übernommen. Sechs Jahre später sei er dann zum Vorsitzenden gewählt worden. Zahlreiche Aktivitäten seien unter ihm ins Leben gerufen worden, zum Beispiel eine Altkleidersammlung nach der Wiedervereinigung, Betriebsbesichtigungen, Ausflüge, Nikolausfeiern oder 1997 das 125-jährige Jubiläum der Rheinberg Kolpingsfamilie.

Ebenso bedankte sich Georg Welp im Namen der Kolpingsfamilie beim langjährigen Kassierer Dieter Manthey. Dieser führte elf Jahre die Kasse und kümmerte sich um die Ausflüge.

Die Familie Tappe ist mit der dritten Generation in der Kolpingleitung vertreten. Theo Windhuis, der Schwiegervater von Willi Tappe, war bereits Vorsitzender der Rheinberger Kolpingsfamilie. Willi Tappe hatte das Amt in zweiter Generation inne. Seine Tochter Karina Eichhorn ist es voraussichtlich in dritter Generation, wenn sie in das neue Leitungsgremium gewählt wird, was von vielen Rheinberger Kolpingmitglieder vermutet wird.

Quelle: RP
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