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Rheinberg
Zehn Jugendliche befreien Budberg von wildem Müll

Rheinberg. Jugendbetreuer Robert Meier machte sich am Wochenende mit einer Gruppe Zwölf- bis 16-Jähriger an die Sammelarbeit. Von Sassan Dastkutah

"Das finde ich gut", rief eine Joggerin zehn Budberger Jugendlichen lobend zu. Die befreiten nämlich die Straßenränder vom Müll. Mit Müllzangen und Säcken ausgerüstet, nahmen sich die engagierten Jugendlichen mehrere Straßenzüge und den Sportplatz in Budberg vor, befreiten verunreinigte Stellen vom Müll.

Robert Meier, der sich seit vielen Jahren unter anderem in der Jugendarbeit in Budberg engagiert, zog mit den Zwölf- bis 16-Jährigen, die regelmäßig den Jugendtreff "Container am Sportplatz" besuchen, durch den Ort. "Wir machen das jedes Frühjahr", erzählt Robert Meier. Diesmal arbeitete sich die Truppe unter anderem entlang der Raiffeisenstraße, der Rheinkamper Straße, der Wolfskuhlenallee und der Kastanienallee, die durch den Wald führt. Dort gab es für die Jugendlichen einige für sie nicht nachvollziehbare Überraschungen. So fanden sie in diesem Bereich zahlreiche Kanister und Grünschnitt, der noch in Plastiktüten war. "Ich verstehe nicht, warum die Leute so viel Müll wegschmeißen", meinte Leon, einer der freiwilligen Helfer. Hätten die Umweltsünder den Grünschnitt ohne Tüte in die Natur gekippt, wäre das für Leon noch in Ordnung gewesen, aber in den Plastiktüten sei das schädlich für die Natur. Und dann heiße es immer, die Jugendlichen könnten sich nicht benehmen.

Der Müll an den Straßenrändern spreche aber eine andere Sprache, stellte Leon fest. "Ich fände es auch toll, wenn uns mehr Leute bei der Aktion unterstützen würden. Budberg ist groß. Das schaffen wir nicht alleine." Auch die beiden 13-Jährigen, Marius und Paul, hatten kein Verständnis für die Umweltverschmutzer. "Der Müll ist für die Tier- und Pflanzenwelt schädlich. Vor allem das Plastik", meinten sie. Deshalb fanden sie die Müllaktion auch gut. "Das macht Spaß. Wir sind in der Gemeinschaft und machen noch was für unsere Umwelt", freute sich Marius, der nächstes Jahr wieder dabei ist. Immer tiefer gingen die zehn Jugendlichen ins Dickicht und stöberten Müll auf. Sogar eine Toilette fanden sie.

Der Dienstleistungsbetrieb (DLB) unterstützte die Jugendlichen, stellte ihnen Handschuhe und Mülltüten zur Verfügung. "Und der DLB holt den Müll auch ab", meinte Robert Meier. Von 10.30 bis 13.30 Uhr arbeiteten die Ehrenamtlichen fleißig. Schon nach einer Stunde hatten sie sieben Tüten voll.

Quelle: RP
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