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Rheinberg
Zu viel Altpapier neben den Mülltonnen

Rheinberg: Zu viel Altpapier neben den Mülltonnen
Oft liegt mehr Altpapier neben als in der Tonne. Das macht den Mitarbeitern des DLB zu schaffen.
Rheinberg. Seit dem 1. Mai organisiert der DLB die Abfallentsorgung selbst. Im Betriebsausschuss wurde eine erste Bilanz gezogen. Von Uwe Plien

Seit dem 1. Mai fährt der Dienstleistungsbetrieb (DLB) Sperrmüll, Grünschnitt und Bioabfall selbst ab. Altpapier holen die Männer vom DLB bereits seit 2008 ab. Im Betriebsausschuss präsentierten Betriebsleiterin Rosemarie Kaltenbach und DLB-Leiter Holger Beck eine erste Bilanz.

Kaltenbach hob hervor, dass die Zielsetzung gewesen sei, den Service für die Bürger zu verbessern und gleichzeitig die Kosten zu senken. "Das ist eine einfach Rechnung", so Kaltenbach. "Weniger Kosten, weniger Gebühren. Dass es an der einen oder anderen Stelle noch klemmt, lässt sich nicht vermeiden." So laufe die Sperrgutannahme (samstags beim DLB) sehr gut. Samstag für Samstag füllen sich zwei Container. Bei den Anmeldungen der Abfuhren per Karte oder Internet gebe es noch "ein paar Irritationen". Sie machte deutlich, dass weiterhin allen Anrufern geholfen werde.

Holger Beck erinnerte daran, dass der DLB nur fünf Wochen Zeit hatte, um die Müllabfuhr zu organisieren. Die Touren mussten geplant werden, der neue Abfallkalender erstellt und in Druck gegeben werden, zudem musste die Übernahme der Restmüll- und Biotonnen organisiert werden. Beck: "Wir arbeiten mit einer neuen Software und haben einen neuen Lkw bestellt. Bis er da ist, haben wir ein Mietfahrzeug." Klar, dass alles das eine enorme Mehrbelastung für die DLB-Mitarbeiter bedeutet. Beck machte deutlich, dass die Anmeldungen gut laufen: "Bisher haben wir - Stand 5. Juni - 1886 Anmeldungen: 1071 per Internet, 404 per Telefon, 361 per Karte, acht persönliche, 41 per E-Mail und eine per Fax."

Große Probleme bereitet die Papierabfuhr. Speziell die in immer größerer Zahl zusätzlich zu den blauen Tonnen an die Straße gestellten Kartons und Papiermassen. "Das ist oft mehr als das, was in den Tonnen steckt", so Holger Beck. "Die Tonnen müssen meine Leute einfach nur einhängen, die Beistellungen hingegen müssen sie von Hand packen und 1,70 Meter hoch in den Wagen werfen. Das kostet Zeit und geht in die Arme. Das kommt pro Tag 20 bis 30 Mal vor." Sein Tipp für Rheinberger mit großem Altpapieraufkommen: "Einfach ein größeres Gefäß anfordern." Frank Rumpp vom DLB-Team hatte noch eine andere Empfehlung: "Wir nehmen auch jeden Tag Altpapier beim DLB an - kostenlos." Mit einem Video macht der DLB-Leiter auf etwas Anderes aufmerksam: "Wir haben Probleme, die Biomülltonnen zu leeren. Oft müssen sie mehrmals am Wagen eingehängt und ausgeschlagen werden. Dadurch leiden die Tonnen, mitunter fallen die teuren Deckel mit Filter ab und landen im Wagen." Er bittet die Bürger, möglichst keine Äste in die Tonne zu werfen und Rasenschnitt in Zeitungspapier einzuschlagen."

Von der Politik gab es viel Lob für die Arbeit des DLB.

Quelle: RP
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