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Rheinberg
Zuff - eine gute Adresse für Livemusik

Rheinberg: Zuff - eine gute Adresse für Livemusik
Die bekannte Band ADV stellte erst vor kurzem ihre neue CD im Zuff-Saal vor. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Sebastian Sturm ist Ansprechpartner für junge Bands, die im Rheinberger Jugendzentrum auftreten möchten. Der hauptamtliche Mitarbeiter wünscht sich eine größere stilistische Vielfalt. Auch Rapper und DJs können auftreten. Von Tobias Kruse

Livemusik ist ein fester Bestandteil im Zuff-Programm. An mindestens einem Wochenende im Monat will das Team des städtischen Jugendzentrums um Leiterin Lena Kallen ein Konzert anbieten. Für den üblichen Eintrittspreis von fünf Euro kommen Besucher in den Genuss handgemachter Musik lokaler und regionaler Bands.

Ansprechpartner für die Künstler ist Zuff-Mitarbeiter Sebastian Sturm. Der 29-jährige Rheinberger steckt seit mittlerweile acht Jahren sein Herzblut in die Arbeit des Jugendzentrums. Aktuell ist er hauptverantwortlich für die Organisation der Konzerte. "Ich denke, wir sind gerade für neue Musiker eine super Anlaufstelle, um erste Live-Erfahrung auf der Bühne zu sammeln", sagt Sturm. "Schließlich bieten wir ihnen dabei eine Menge Unterstützung an." So kümmert sich das Zuff um die Produktion von Flyern, macht den Auftritt auf der eigenen Homepage und bei Facebook publik. Obendrein stellt es einen Großteil des Soundequipments.

Die Bands können sich aussuchen, ob sie im Café oder in der größeren Konzerthalle spielen wollen, je nachdem welchen Rahmen sie bevorzugen. "Das Café ist für bis zu 100 Personen ausgelegt. Das ist eher für die kleineren, gemütlichen Auftritte geeignet. In die Konzerthalle passen etwa 200 Gäste rein. Welchen Raum wir am Ende nutzen, entscheiden wir mit den Bands zusammen", sagt Sturm. Die Gage für den Auftritt ergibt sich aus der fairen Aufteilung der Eintrittsgelder.

Pro Abend werden etwa drei Bands eingeplant, davon mindestens eine aus der Region. Einen Teil der Gage erhält das Zuff, um die eigenen Ausgaben zu decken. Seit den Kürzungen durch die finanziell angeschlagene Stadt muss das Zuff viel umsichtiger haushalten. Der Organisator: "Klar stehen uns auch Gelder von der Stadt zur Verfügung. Aber die wollen wir ja nicht innerhalb von zwei Monaten verpulvern. Durch diese Regelung stellen wir sicher, dass wir das ganze Jahr über Veranstaltungen anbieten können."

Dabei müsse aber niemand Angst haben, leer auszugehen: "Jeder, der auftritt, kann sich einer Gage sicher sein. Das Jugendzentrum selbst macht damit keinen Gewinn. Neben der Werbung, die wir für die Bands machen, bezahlen wir den Veranstaltungstechniker", so Sturm. Dieser soll dafür sorgen, dass die Akustik bei den Auftritten so professionell wie möglich ist. Dieses Arrangement kommt bei Bands und Gästen bisher gut an. Bis Ende des Jahres sind alle Konzerttermine vergeben. Wer im Zuff live spielen möchte, muss sich daher bis zum Frühjahr 2017 gedulden. Die Terminvergabe läuft nämlich ganz fair nach dem Motto "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" ab.

So sehr sich das Jugendzentrum über den Andrang der Musiker freut, würde sich Sturm für die Zukunft lediglich etwas mehr Vielfalt wünschen: "Uns ist aufgefallen, dass sich hauptsächlich Punk- und Metal-Bands bei uns melden, was ich persönlich ja nicht schlecht finde. Wir wollen aber auch zum Beispiel junge Rapper und Electro-DJs ermutigen, sich bei uns zu melden. Schließlich wollen wir für jeden Musikgeschmack was anbieten."

Infos gibt es im Internet auf www.zuff07.de, unter Tel. 02843 60706 und unter sebastian.sturm@zuff07.de - oder man schaut einfach persönlich im Haus an der Xantener Straße 99 rein und macht den Auftritt mit Sebastian Sturm bei einem Getränk klar.

Quelle: RP
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