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Rheinberg
Zur WM nach Dänemark

Rheinberg. Der 14-jährige Niklas Spettmann aus Veen hat sich mit seinem neunjährigen Rauhaardackel Hamlet für die "Welt Union Teckel" in Kopenhagen qualifiziert. Das Duo vom Bergweg hat schon viele Erfolge zu verbuchen. Von Anja Konecny

Alpen-VEEN Hamlet reist im kommenden Jahr nach Kopenhagen. Nicht Shakespeares Hamlet ist gemeint, der legendäre Prinzen von Dänemark – denn dessen Schicksal soll Niklas und seinen Hamlet erspart bleiben. Trotzdem wäre es gut, wenn sich der Veener Hamlet in Dänemark ganz zu Hause fühlen würde. Denn auf die beiden wartet im Norden eine große Aufgabe.

Um das Geheimnis um Hamlet vom Dröstepaß zu lüften: Hinter dem literarischen Namen verbirgt sich der neunjährige Rauhaardackel der Familie Spettmann. Und der nimmt 2010 an der "Welt Union Teckel" (WUT) in Kopenhagen teil – und sein 14-jähriges Herrchen Niklas Spettmann ist mit dabei. Zu den 24 Mitgliedsnationen der WUT gehören neben Belgien, Finnland, Italien, Rumänien, Schweden und Südkorea auch Deutschland. Niklas geht in der Altersklasse 2 (12 bis 17 Jahre) an den Start.

In Hamm qualifiziert

Die Freude war groß, als der Schüler sich beim Nationalen Juniorhandling-Wettbewerb bei der Club-Siegerschau im westfälischen Hamm für Dänemark qualifizierte. Seit acht Jahren arbeitet der junge Veener nun schon mit Dackeln, bringt ihnen Kunststücke bei und beteiligt sich an Wettbewerben. Das Juniorhandling ist eine Art Vorführwettbewerb. "Es ist mit dem Dressurreiten bei Pferden zu vergleichen", berichtet Maria Spettmann, Großmutter von Niklas. "Sowohl der Hund als auch das Herrchen müssen gewisse Anforderungen erfüllen."

So trägt Niklas an Wettbewerbstagen beispielsweise eine helle Hose und einen Jagdblazer. Die helle Hose soll den Kontrast zum Hund bilden, denn Hamlet besitzt wie die meisten Dackel ein dunkles Fell. Für die Preisrichter muss der Hund immer gut erkennbar sein und der Juniorhandler muss aufpassen, dass er nicht zwischen Teckel und Richter läuft. So ein Fauxpas wird von der Jury rigoros mit Punkteabzug bestraft.

Maria Spettmann, selbst als Jugendobfrau des Landesverbandes Rheinland im Teckelsport engagiert, begleitet ihre beiden Schützlinge zu allen Wettbewerben. "Wir kommen viel herum. Dieses Jahr hatten wir Auftritte in ganz Deutschland – darüber hinaus waren wir schon in Belgien und Frankreich, und bald geht's nach Dänemark", so die Teckelzüchterin.

Ein bisschen Lampenfieber

Lampenfieber hat Niklas trotzdem noch – und das ist auch gut so. Denn trotz der ca. 150 gewonnen Pokale und Auszeichnungen, der unzähligen Wettbewerbe im Jahr und der großen Konkurrenz sind Konzentration und der Spaß am stetigen Training für Niklas und seinen Hamlet wichtig.

Quelle: RP
 
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