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Rheinberg
Zwei auflösen, eine neu schaffen

Rheinberg. Der Arbeitskreis Schule hat sich mehrheitlich auf eine Perspektive für die Grundschullandschaft in der Rheinberger Innenstadt verständigt: Aus Grote Gert und Paul Gerhardt soll eine neue Schule mit zwei Standorten werden. Von Uwe Plien

Bei einem Sondierungsgespräch des Arbeitskreises Schule (Teilnehmer: Vertreter aller Ratsfraktionen, Stadtverwaltung, Schulamtsdirektorin, die Leiterinnen der drei Grundschulen) hat sich eine Lösung für die Situation in der Rheinberger Grundschullandschaft abgezeichnet. Demnach könnte bei der Bezirksregierung Düsseldorf beantragt werden, sowohl die Grote-Gert- als auch die Paul-Gerhardt-Grundschule aufzulösen und gleichzeitig eine neue Gemeinschaftsgrundschule Rheinberg gebildet werden. Diese hätte zwei Standorte, aber nur eine Schulleitung, ein Schulkonzept und auch die Schulgremien müssten nur einfach gewählt werden. Gewünscht sei, dass es an jedem Schulstandort die Klassen eins bis vier gibt. Die schon jetzt bestehenden Bausteine "Integration" (Grote Gert) und "Prävention" (Paul Gerhardt) würden an der neuen Schule wie gehabt installiert. Eine zentrale Bedingung ist an die Neugründung geknüpft: Mindestens fünf Jahre lang müssen die Klassen eins bis vier mindestens zweizügig vertreten sein.

220 Kinder in acht Klassen

Klaus Bechstein, SPD-Fraktionsvorsitzender, hat ausgerechnet, dass das kein Stolperstein werden dürfte: "Dazu müssten etwa 220 Kinder die insgesamt acht Klassen besuchen. Die Prognose sagt, dass es in fünf Jahren 400 sein werden – allerdings ist dabei die St.-Peter-Schule schon miteingerechnet." Die dritte Schule in der Innenstadt hat derzeit und wohl auch künftig etwa 150 Schüler.

Den Vorschlag, beide Schulen aufzulösen, brachte Dietmar Heyde (Bündnis 90 / Die Grünen) in die Diskussion ein; er stieß auf breite Zustimmung. Anders als bei dem ursprünglichen Vorhaben, die Schule mit weniger Anmeldungen (Grote Gert) zu erhalten und die mit mehr Anmeldungen (Paul Gerhardt) zu schließen, hat der neue Vorschlag den Vorteil, "dass keine der Schulen das Gefühl haben muss, von der anderen geschluckt worden zu sein" (Bechstein).

Schulleiterstelle neu ausschreiben

Die Stelle des Schulleiters muss neu ausgeschrieben werden, falls man sich für die Variante entscheidet; es wird davon ausgegangen, dass Grote-Gert-Rektorin Johanna Mertens sich darauf bewirbt, Sabine Hellebrand (Paul Gerhardt) hat sich bekanntlich bereits Richtung Wesel orientiert. Die St.-Peter-Schule bliebe derzeit unangetastet. Etwa 2016 – bis dahin bietet das Modell eine Perspektive – könne man neu überlegen und auch die dritte Schule integrieren. Auflösung und Neugründung sollen bereits zum nächsten Schuljahr wirksam werden; die bestehenden Anmeldungen bleiben unverändert wirksam.

www.rp-online.de/rheinberg

Quelle: RP
 
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