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Alpen
Zwei neue Tankstellen in Planung

Alpen. Thema im Alpener Bau- und Planungsausschuss am nächsten Dienstag. Von Bernfried Paus

In Alpen könnten Autofahrer in absehbarer Zeit die Wahl haben, welche von beiden neuen Tankstellen unmittelbar an der B 58 sie denn nun ansteuern wollen. Noch sind die neuen Zapfstellen in Planung: Für die am Ortseingang an der Rathausstraße auf dem Gelände des Autohauses Terlinden (ehemals Artz) liegt ein Bauantrag beim Kreis Wesel vor, wie Volker Schlicht vom Fachbereich Bauen im Rathaus, im RP-Gespräch bestätigte. Für eine neue Tankstelle auf dem Grundstück des Reifenhandels Steffens am Drüpter Weg biegt das Bauleitverfahren nun in die Schlusskurve ein.

Am Dienstag, 15. März, um 17 Uhr wägt der Bau- und Planungsausschuss die Einwendungen ab, die im Rahmen der Offenlegung der geplanten Änderung des Bebauungsplans vorgetragen worden sind. Es ist davon auszugehen, dass der Fachausschuss dem Rat vorschlägt, den Satzungsbeschluss zu fassen und Baurecht zu schaffen. So ist auch an der Stelle in naher Zukunft mit einem Bauantrag zu rechnen.

Die Pläne, den Reifenhandel um eine Tankstelle an der Bundesstraße zu erweitern, sind so neu nicht. Aber lange Zeit habe man sich im Rathaus recht defensiv zu dem Ansinnen verhalten, so Schlicht. "Es war in dem Gewerbegebiet einiges in Bewegung und nicht ganz klar, wie die Zuschnitte und künftigen Nutzungen ausfallen würden." Doch nachdem Lemken erweitert und auch den Firmen-Parkplatz angelegt habe, sehe man klarer und habe das Planverfahren nun abschließend auf den Weg bringen können.

Ein Lärmschutzgutachten komme zu dem klaren Ergebnis, dass die von der Tankstelle ausgehenden Immissionen die zulässigen Grenzwerte nicht annähernd erreichen werden. Dennoch gibt es bei Anwohnern die Befürchtung, dass sich ihre Wohnqualität weiter verschlechtern wird - zumal eine Waschanlage mit zum Investitionsvorhaben zählt. Sie zweifeln die Qualität des Gutachtens an und sehen inzwischen eine Grenze überschritten zu dem, was ihnen an Belastung noch zumutbar sei. Sie fordern Schallschutz. "Ich habe zwar großes Verständnis für die Sorgen", so Schlicht, "aber wenn die Regeln eingehalten werden, kann man einen Antrag auf Bau der Tankstelle hier kaum verwehren." Der Investor möchte trotzdem an einer Abschirmung mitwirken.

Als Auflage wird formuliert, dass die Verkaufsfläche im Tankstellen-Shop 100 m2 nicht überschreiten darf, um mit seinem Sortiment dem Einzelhandel im Ortskern nicht nachhaltig zu schaden.

Quelle: RP
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