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Rommerskirchen
300.000 Euro-Auto für die Feuerwehr

Rommerskirchen: 300.000 Euro-Auto für die Feuerwehr
Das neue Logistik-Gefährt wird den Löschzugs Nettesheim künftig bei nahezu all ihren Einsätzen begleiten, versichern Feuerwehrchef Werner Bauer (vorn links) und Bürgermeister Martin Mertens (rechts) FOTO: Gemeinde
Rommerskirchen. Rund 15.5 Tonnen bringt der neue "Gerätewagen Logistik" der Gemeinde Rommerskirchen auf die Waage. Das multifunktional nutzbare Sonderfahrzeug wird beim Löschzug Nettesheim in der Feuerwache an der B 477 stationiert. Von Sebastian Meurer

Der lang ersehnte Gerätewagen (GW)-Logistik ist endlich an seinem Standort im Butzheimer Feuerwehrgerätehaus gleich an der B 477 angekommen. Er ist die bislang teuerste Anschaffung, die die Gemeinde auf der Basis des 2016 verabschiedeten und bis 2021 geltenden Brandschutzbedarfsplans vornimmt. "Die Sicherheit der Menschen in Rommerskirchen ist uns lieb und teuer", sagt Bürgermeister Martin Mertens angesichts der stolzen Summe von 281.000 Euro, die die Gemeinde für das neue Spezialfahrzeug berappen musste. "Der Wagen ist eine perfekte Ergänzung zur Feuer-und Rettungswache und bringt ein zusätzliches Plus für die Sicherheit", ist Mertens überzeugt.

Der neue GW-Logistik ersetzt nach den Worten des für die Feuerwehr zuständigen Ordnungsamtsleiters Hans Knelleken ein schon vor einigen Jahren vom Bund ersatzlos abgezogenes Katastrophenschutzfahrzeug, das beim Löschzug Rommerskirchen stationiert war und jetzt auf der anderen Rheinseite im Dienst ist, wie Knelleken sagt. Dass der neue Wagen nun nicht in Rommerskirchen stationiert wird, liegt Knelleken und Ordnungsdezernent Hermann Schnitzler zufolge an grundsätzlichen organisatorischen Änderungen innerhalb der Feuerwehr. Neben der für alle vier Löschzüge vorhandenen Grundausrüstung soll künftig nämlich jeder über mindestens ein Sonderfahrzeug verfügen. Der Aufbau des neuen Gerätewagens stammt von der Firma Ziegler, die übrigen "Zutaten" von MAN. "Sein Rohgewicht liegt bei zehn Tonnen, inklusive der Beladung kommt er auf eine Gesamtmasse von 15,5 Tonnen", sagt der Nettesheimer Löschzugführer Nils Henriksen. "Bepackt" wird der GW-Logistik mit elf Rollcontainern und einer Tragkraftspritze. In den Containern ist unter anderem ein 2000 Meter langer B-Schlauch enthalten, "um die Wasserversorgung zu den abgelegenen Gehöften sicherzustellen", sagt der Rommerskirchener Feuerwehrchef Werner Bauer. Drei (Hoch-)Wasserpumpen sind ebenso Bestandteil der "nach örtlichen Kriterien" (Bauer) vorgenommenen Beladung wie Kettensägen. Als Staffelwagen konzipiert, kann das neue Gefährt sechs Mann transportieren. Werner Bauer zufolge gibt es kaum einen Einsatz, bei dem der GW-Logistik nicht dabei sein wird - bei Bränden oder Verkehrsunfällen versteht sich seine Beteiligung ohnehin von selbst. Die Feuerwehrleute sind von dem neuen Fahrzeug begeistert. Steuern dürfen ihn vorerst nur Nils Henriksen, Daniel Krey und Werner Bauer, die von der Herstellerfirma eigens hierfür geschult wurden, was Krey zufolge "einen guten Arbeitstag" gedauert hat.

Weiter voranschreiten wird in den kommenden Monaten auch die Umstellung der Feuerwehr auf die digitale Armierung. Vorreiter sind hier auch die Nettesheimer Brandschützer, die vergangenen Dezember umgerüstet haben und Daniel Krey zufolge "vor Weihnachten fertig" waren.

Nächste Großinvestition wird ein Tanklöschfahrzeug für den Löschzug Widdeshoven sein, mit dem im ersten Quartal 2019 zu rechnen ist.

Quelle: NGZ
 
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