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Rommerskirchen
Ärger über Schmierer

Rommerskirchen: Ärger über Schmierer
Die Täter tobten sich mit roter Farbe auf dem Spielplatz an der Albrecht-Dürer-Allee aus. Das Geschmiere soll bald entfernt werden. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Erneut ist der Spielplatz an der Albrecht-Dürer-Allee verunziert worden. Die Gemeinde wünscht sich Spielplatzpaten. Von Stefan Schneider

"Alk Army" steht mit roter Farbe auf dem burgähnlichen Kletterturm des Spielplatzes an der Albrecht-Dürer-Allee. Daneben weitere Schmierereien, Tierfiguren, Klecksereien ohne erkennbaren Sinn und Verstand. Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr haben sich Vandalen auf dem Areal ausgetobt - möglicherweise die selbe Klientel, die Anwohner kürzlich mit lauter Rap-Musik nervte. Bereits im Frühjahr habe es Schmierereien auf dem Platz gegeben, berichtete Gemeindesprecherin Bele Hoppe gestern auf Anfrage.

Viel Handhabe hat die Verwaltung nicht. Diesmal ist nicht einmal Anzeige gegen Unbekannt erstattet worden, weil die Aufklärungschance als zu gering eingestuft wurde und die Funktion der Spielgeräte nicht gestört worden ist. "Anders ist es aber, wenn es sich bei Schmierereien um Hakenkreuze oder andere volksverhetzerische Symbole handelt. Dann erstatten wir auf jeden Fall Anzeige", betont Hoppe.

Die aktuellen Verunreinigungen an der Albrecht-Dürer-Allee würden in den nächsten Tagen vom Team des Rommerskirchener Bauhofes beseitigt. "Die Entfernung der Schmierereien mit einem guten Reinigungsmittel ist zwar mit einem Arbeitsaufwand von ca. zwei Stunden verbunden, hinterlässt darüber hinaus aber keinen bleibenden Schaden", glaubt Rudolf Reimert, der zuständige Amtsleiter. Ein Vorteil: Auf den Rommerskirchener Spielplätzen gibt es wenige große Flächen, die sich für Farbattacken und unerwünschte Graffiti eignen würden. Die im Jahr für die Säuberung verunzierter Bereiche im öffentlichen Raum benötigte Zeit hält sich wohl auch daher noch in Grenzen - obwohl es in der Gemeinde immerhin 21 öffentliche Spielplätze, drei Spielplätze an Schulen, sechs an Kindertagesstätten gibt, außerdem sieben Bolzplätze und zwei Skateranlagen.

Nichtsdestotrotz möchte die Gemeinde dem Vandalismus entgegensteuern. Eine Möglichkeit wären Spielplatz-Patenschaften von Ehrenamtlern wie zum Beispiel in der Nachbarstadt Dormagen. Die Paten haben ein Auge auf die Gelände und tragen dazu bei, dass diese sich in gutem Zustand befinden. "Die Gemeinde würde sich hier über Engagement aus der Bürgerschaft freuen", versichert Bele Hoppe. Bei Interesse könnten sich Bürger direkt an Rudolf Reimert wenden. Er ist unter 02183 800-35 erreichbar.

Fest geplant ist die Einrichtung einer Sprühwand für legale Graffiti am Rommerskirchener Bahnhof. Aber: Die Realisierung ist erst möglich, wenn die von der Deutschen Bahn zu erledigenden Arbeiten an der Station endlich abgeschlossen sind. Wer schon einmal üben möchte, kann jedoch am kommenden Dienstag, 1. August, bei einem Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde mit den Jugendhäusern "Just-in" und "Gil'ty" mitmachen - sofern das Wetter mitspielt. Dann soll an der Sebastianusstraße ein großer Verteilerschrank von Jugendlichen aus Rommerskirchen mit Graffiti verschönert werden. Anmeldung im Gil´ty (Sebastianusstraße 42, 02183 414698) oder direkt über die Facebookseite des Gil´ty.

Quelle: NGZ
 
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