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Rommerskirchen
Amerikaner forschen beim Geschichtskreis

Rommerskirchen. Die Vorfahren von Walter Schmitz und seiner Familie waren Auswanderer und stammten aus Eckum. Von Stefan Schneider

Klaus Erdmann vom Geschichtskreis Rommerskirchen hatte es gleich erkannt. "Ihre deutsche Familiengeschichte hatte sie gepackt", resümierte er nach dem Besuch von drei Amerikanern, die sich mit Hilfe des Geschichtskreises auf Spurensuche zu ihren Vorfahren begeben wollten. Und die Suche war erfolgreich.

Walter Schmitz und seine beiden Söhne hätten sich per E-Mail an die Historiker gewandt und um Hilfe gebeten, erzählte Erdmann. Sie hätten Vorfahren aus Rommerskirchen mit den Familiennamen Schmitz, Fuenger, Baus, Breuer und Schotten und wollten mehr wissen. "Wir kommen Mittwoch und Donnerstag nach Rommerskirchen", hatten die Amerikaner zudem kurzfristig mitgeteilt. Der Geschichtskreis war auf Zack. "Nach Rückfragen konnten wir anhand unserer transkribierten Standesamtsunterlagen rasch klarstellen, dass Caspar Schmitz und seine Ehefrau Agnes Ameln 1857 mit ihren Kindern Anna Gertrud, Wilhelm Hubert, Catharina, Peter, Johann und dem sechs Monate alten Heinrich ihre Heimat von Eckum aus in Richtung Nordamerika verlassen hatte", berichtete Erdmann. Nachzulesen sei dies u.a. in dem Buch "Leben am Gillbach III" von Josef Schmitz.

Den Namen Eckum kannten die Amerikaner, doch wo liegen Butzheim, Nettesheim, Frixheim und Anstel? Diese Fragen konnten jetzt im Rommerskirchener Rathaus anhand einer Karte beantwortet werden. Zudem machten sich die Gäste selber ein Bild von der Heimat ihrer Ahnen: Sie besuchten die Martinuskirche in Nettesheim, Kirchfriedhof und Kriegerdenkmal, außerdem das Kreisarchiv in Zons und die Zollfeste selbst, die Wasserburg Anstel und schließlich Köln. Gestern kehrten die Nachkommen der Auswanderer in die Vereinigten Staaten zurück.

Quelle: NGZ
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