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Rommerskirchen
Andreas Heinrichs kündigt Rückzug an

Rommerskirchen: Andreas Heinrichs kündigt Rückzug an
Andreas Heinrichs im Nettesheimer Martinuspark. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Bei der St. Sebastianus-Bruderschaft Nettesheim-Butzheim wird 2017 voraussichtlich Ex-König Toni Jordans neuer Chef. Von Sebastian Meurer

Die St. Sebastianus-Bruderschaft steht vor einem Jahr des Umbruchs. Bei der Jahreshauptversammlung der Sebastianer hat Brudermeister Andreas Heinrichs jetzt angekündigt, sich 2017 nicht mehr zur Wahl zu stellen. Gleichfalls aus der Führungsriege ausscheiden wird Oberst Günter Neukirchen. Damit wird die traditionsreiche Bruderschaft ihre beiden erfahrensten Vorstandsmitglieder verlieren. Beide wurden erstmals 2001 in den Vorstand gewählt.

Zu den wichtigsten Aufgaben seines letzten Jahres als Chef der Bruderschaft zählt der 51-jährige Andreas Heinrichs, "die Bruderschaft neu zu strukturieren". Da wird insbesondere auch die seit mehr als einem Jahrzehnt wahrgenommenen Aufgaben als eine Art ehrenamtlicher Grünflächenkolonne von Nettesheim-Butzheim betreffen.

Die Zahl Liegenschaften, um die sich die Bruderschaft kümmert, ist beachtlich: Sie reicht vom Schützenplatz und der zur Begegnungsstätte Alte Schule führenden Pfarrer-Zander-Brücke, umfasst die Begegnungsstätte selbst ebenso wie das "Königseck" an der Ecke von Kuhlegasse und Bachstraße, den Martinuspark, die Pflege des Kapellchens an der B 477 sowie die von verschiedenen Wegekreuzen. Der harte Kern derjenigen, die sich diesen Aufgaben widmet, setzt sich bislang aus Vorstandsmitgliedern zusammen. Andreas Heinrichs möchte das Gefüge möglichst nachhaltig auflockern: "Feste Teams wären am günstigsten", wobei seiner Auffassung nach die genannten Aufgaben nicht mehr zu den zwingenden Pflichten von Vorstandsmitgliedern gehörten sollten. "Der Vorstand sollte nicht mehr erster Kümmerer sein müssen", beschreibt Heinrichs seine Zielvorstellung. Die von ihm für die kommenden zwölf Monate anvisierte Neustrukturierung erschöpft sich damit freilich nicht: Die Bruderschaft sollte ihre Schwerpunkte neu bestimmen und sich darüber klar werden, "welche Veranstaltungen und welche Projekte im Jahresverlauf umgesetzt werden sollen", sagt Andreas Heinrichs. Auch wenn er den Begriff selbst nicht benutzt, bestreitet er nicht, nach mehr als anderthalb Jahrzehnten "amtsmüde" zu sein. Von 2001 bis 2009 war der seit fast 35 Jahren bei der Sparkasse Neuss tätige Bankbetriebswirt als Geschäftsführer für die Finanzen der Sebastianer zuständig. Von 2009 bis 2013 war er Stellvertreter des damaligen Brudermeisters Johannes Fünger, dessen Nachfolge er vor drei Jahren antrat. Seit 1977 Mitglied der Bruderschaft, erlebte Andreas Heinrichs 2013 /2014 den Höhepunkt seiner Schützenlaufbahn, als er und seine Frau Elke als Königspaar regierten.

Sein damaliger Nachfolger Toni Jordans ist übrigens auch sein designierter Nachfolger als Brudermeister. Bei dem Treffen der Schützen in der Butzheimer Begegnungsstätte erklärte der stellvertretende Brudermeister jedenfalls seine Bereitschaft, im Frühjahr 2017 für das Führungsamt zu kandidieren. Dann wird die Hälfte des Vorstands neu zu besetzen sein, wobei neben Heinrichs und Neukirchen auch der stellvertretende Schriftführer Frank Elendt bereits angekündigt hat, nicht zu einer Wiederwahl anzutreten.

Quelle: NGZ
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