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Rommerskirchen
Aufzug macht den Bahnhof barrierefrei

Rommerskirchen: Aufzug macht den Bahnhof barrierefrei
Dezernent Hans-Josef Schneider, Bürgermeister Martin Mertens, Kai Rossmann. Klaus Hering vom VRR und Werner J. Lübberink, NRW-Chef der Bahn FOTO: Tinter
Rommerskirchen. Den Bau eines Aufzugs zu den Gleisen des Eckumer Bahnhofs nimmt die Deutsche Bundesbahn in eigener Regie vor. Die Arbeiten dauern bis zum Jahresende. Die Gemeinde trägt über 100.000 Euro der 750.000 Euro betragenden Kosten. Von Sebastian Meurer

Auch bei Starkregen soll die Bahnhofsunterführung künftig nicht mehr unter Wasser stehen. "Die Gemeinde und die Deutsche Bahn haben ihre Pumpen ans Laufen gebracht", sagte jetzt Kai Rossmann, DB-Manager in Köln, bei einem Besuch des Bahnhofs. Rossmann zufolge gebe es jetzt "die vier- bis fünffache Pumpleistung". Der Kölner Bahnchef zeigte sich guter Hoffnung, dass sich so auch Regenfällen in den Dimensionen der vergangenen Woche wirksam Paroli bieten lässt.

Rossmann war indes nicht aus diesem eher tagesaktuellen Grund in Rommerskirchen, sondern aus einem geradezu historischen: Am 16. Juni nämlich beginnt die Bahn mit dem Bau des Aufzugs zu den Gleisen. Nachdem die Gemeinde ein 2014 und 2015 in eigener Regie den Bahnhofsvorplatz und die Unterführung hergerichtet hat, folgt jetzt mit dem Aufzug gleichsam ein Herzstück des Umbauprojekts, dessen Förderung schließlich an die Barrierefreiheit geknüpft ist. Der Aufzug soll termingerecht bis zum Jahresende fertiggestellt sein, bekräftigte der Bahnmanager seine bereits im November 2015 gemachte Ankündigung.

Kai Rossmann bat die Bahnkunden schon einmal vorab um Verständnis: "Der Tunnel wird während der Bauphase etwas schmaler werden. Es wird auch staubig und laut." Der Bau des Aufzugs kostet rund 750.000 Euro und wird - anders als die bisherigen Arbeiten- - in Regie der Bahn selbst vorgenommen. Zahlen werden das Land über den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und die Gemeinde. "Auf den VRR entfallen dabei 85 Prozent, auf die Gemeinde 15", schlüsselte Klaus Hering, stellvertretender VRR-Leiter für Infrastruktur, die konkrete Kostenverteilung auf. Rommerskirchen ist also mit einer Summe von etwa 112.500 Euro im Boot.

Beendet ist der in der Tat geschichtsträchtige Bahnhofsumbau mit dem Bau des Aufzugs allerdings noch nicht, wie Rossmann deutlich machte: Letzte Etappe wird nämlich die Erhöhung des derzeit gerade einmal 38 Zentimeter oberhalb der Schienen liegenden Bahnsteigs sein. Kai Rossmann spricht hier von einer vom Land geförderten "Modernisierungsoffensive". Mit dem Start dieser Arbeiten ist frühestens 2018 zu rechnen. Perspektivisch denkbar ist für Bürgermeister Martin Mertens auch, die über 200 Parkplätze, die 2014 auf dem Bahnhofsgelände angelegt wurden, zu verdoppeln - gegebenenfalls auch schrittweise. Letztlich wird der Bedarf entscheiden.

Was die erlaubte Anbringung von Graffiti auf dem neu gestylten Bahnhofsgelände angeht, hatte Kai Rossmann bereits 2015 im Prinzip sein prinzipielles Einverständnis erklärt. Einstweilen liegt das Vorhaben jedoch auf Eis: "Solange immer noch gebaut wird" wäre es nach Rossmanns Auffassung "nicht schlau", dort jetzt schon Graffiti anzubringen.

Quelle: NGZ
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