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Rommerskirchen
Bahnhof: Unterführung bleibt Baustelle

Rommerskirchen: Bahnhof: Unterführung bleibt Baustelle
An der Unterführung am Bahnhof gibt es noch viel zu tun. Der von der Bahn beauftragte Sachverständige hat eine Reihe von Mängeln identifiziert. FOTO: Lothar Berns
Rommerskirchen. Deutsche Bahn hofft noch in diesem Jahr mit der Grundsanierung der Unterführung beginnen zu können. Gutachten schweigt sich über die Kernprobleme bei Starkregenereignissen aus. Bürgermeister enttäuscht über Erkenntnisse. Von Bernd Rosenbaum

Das Wetter meint es gut zurzeit. Zumindest mit den Sonnenhungrigen. Die Deutsche Bahn kann im Moment mit Blick auf die Unterführung am Eckumer Bahnhof nur froh sein, dass es nicht regnet. Denn dann würde den Bahnkunden plötzlich wieder klar, dass sich an den Entwässerungsproblemen an dem frisch umgebauten Bauwerk noch nicht viel verbessert hat. Und wohl auch noch lange nicht nicht verbessern wird. Denn die Bahn hofft, dass die Grundsanierung der Unterführung "noch in diesem Jahr begonnen werden kann", erklärte jetzt eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage.

Immerhin, ein von der Deutschen Bahn beauftragter Sachverständiger hat zumindest schon einmal identifiziert, welche Mängel das Areal bei Niederschlag aufweist. Bürgermeister Martin Mertens indes, dem das Gutachten auch vorliegt, ist ziemlich enttäuscht über die dürftigen Ergebnisse des Papiers, das "die Farbe nicht wert ist, mit der es bedruckt wurde". Über das Kernproblem, die eigentliche Überflutungsursache bei Starkregen, schweige sich das Dokument aus, behandele stattdessen eher Randbereiche. So seien darin laut Mertens neben Mängeln, die von der Bahn zu verantworten seien, auch Aufgaben vermerkt, die die Gemeinde noch zu erledigen habe. "Die Aufgaben sind aber übersichtlich und machbar", so Mertens.

Nach Auskunft von Augenzeugen fanden in der vergangenen Woche bereits Arbeiten im Bereich von Treppenanlage, Unterführung und am Aufzug statt, offenbar aber im Auftrag der Bahn. Welche Arbeiten dort jedoch genau durchgeführt wurden, ließ sich nicht in Erfahrung bringen. Auf das Gutachten angesprochen, erteilte die Pressestelle der Deutschen Bahn in Düsseldorf nur eine sehr allgemeine Auskunft. Es müssten "Abflüsse wiederhergestellt" sowie "Sickerschächte beiderseits der Unterführung ausgesaugt" werden. Zudem müssten "oberirdisch Rinnen wieder hergestellt" werden. Interessant wurde es erst in Bezug auf die notwendigen Abdichtungsarbeiten über dem nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Unterführungsbauwerk. Dazu müssten "Arbeiten im Gleisbereich durchgeführt werden", wozu eine Sperrpause notwendig" sei, erklärte die Sprecherin der Bahn. Das heißt, der Bahnverkehr muss für die Dauer der Arbeiten unterbrochen und ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Allerdings könne man auch nach diesen Sanierungsarbeiten nicht ausschließen, dass Bahnkunden in der Unterführung nasse Schuhe bekämen: Wir erwarten, dass wir Überflutungen wie in der Vergangenheit zukünftig besser in den Griff bekommen", so die Sprecherin, eine hundertprozentige Sicherheit gäbe es aufgrund der alten Bausubstanz jedoch nicht.

Wer gehofft hat, das wenigstens der Aufzug bald laufen würde, wird ebenfalls enttäuscht sein. Dort müssten noch die Technik nachgesteuert und die Einhausung überarbeitet werden. "Wir hoffen auf eine Inbetriebnahme bis zum Ende des Sommers", sagte die Bahnsprecherin vorsichtig.

Quelle: NGZ
 
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