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Unwetter in Rommerskirchen
Bahnhofs-Unterführung steht unter Wasser

Unwetter in Rommerskirchen: Bahnhofs-Unterführung steht unter Wasser
Der Bahnhof in Rommerskirchen war am Montag wegen des Hochwasser komplett gesperrt. FOTO: Tinter, Anja
Eckum . Züge konnten Montag nach den starken Regenfällen am Vormittag nicht mehr in Eckum halten. Einige Reisende überquerten die Gleise. Um 18.08 Uhr war die Unterführung wieder frei. Bis der Regen für eine erneute Sperrung sorgte. Erst um 20.43 Uhr war der Bahnhof für den Zugverkehr wieder freigegeben. Von Carina Wernig

Am Montagmorgen ging nichts mehr am Rommerskirchener Bahnhof: Nach dem Unwetter war die Unterführung mit Wasser vollgelaufen, so dass ein Hindurchwaten nicht mehr möglich war. "Den Reisenden war nicht zuzumuten, dort ein- oder auszusteigen, daher haben wir den Bahnhof gesperrt", erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage unserer Redaktion. Die Kollegen seien vor Ort, um das Wasser zu beseitigen. "Wir haben mehrere unwetterbedingte Ausfälle von Strecken und Anlagen im Rheinland", wies der DB-Sprecher auf die Gesamtlage hin: "Wir versuchen, die Sperrung so schnell wie möglich wieder aufzuheben." Bis zum späten Nachmittag gelang das nach mehreren technischen Ausfällen der mobilen Pumpen jedoch nicht, wie NRW-Bahnsprecher Dirk Pohlmann gestern um 17.20 Uhr erklärte: "Ich hoffe aber, dass die Unterführung heute noch leer gepumpt werden kann, so dass wir am Dienstag früh zum Berufsverkehr wieder fahren können." Um 18.08 Uhr meldete Gemeindesprecher Elmar Gasten: "Die Unterführung ist wieder begehbar." Am Abend setzte jedoch wieder Regen ein und die Unterführung lief erneut voll. Der Bahnhof wurde erneut gesperrt. Wie ein Pressesprecher unserer Redaktion mitteilte, war der Bahnhof um 20.43 Uhr wieder für den Zugverkehr freigegeben und die Unterführung wieder begehbar.

Die Feuerwehr, die Montag um 10.13 Uhr zum Bahnhof gerufen wurde, sperrte die Unterführung ab. Der Versuch der Wehrleute, das Wasser abzupumpen, schlug jedoch fehl, wie Gasten erklärte: "Es lief immer wieder Wasser nach." Es wurden Bahn-Spezialisten mit einer speziellen Pumpe geordert. "Da müssen die Ursachen gefunden werden", so Gasten. Denn in der Unterführung, die mit dem umgebauten Bahnhof im November 2015 eröffnet wurde, sollten Pumpen anlaufen. "Das taten sie offensichtlich nicht", so der Gemeindesprecher. "Da werden wir nachhaken."

Ärgerlich empfanden viele Reisende, dass auf dem Bahnhofsvorplatz, an der gesperrten Unterführung oder dem Gebäude selbst keine Information über die Sperrung des Bahnhofs zu finden war. Auf dem nicht zu erreichenden Bahnsteig selbst lief ein Leuchtband mit der Info, dass dort keine Züge halten oder abfahren. "Unser Ordnungsamt hat die Deutsche Bahn gebeten, ihre Informations-Politik zu verbessern, als Gemeinde können wir dort auf dem Bahngelände kein Schild aufhängen", sagte Gasten.

Denn mehrere Passagiere nahmen den gefährlichen Weg über die Bahngleise, um dann festzustellen, dass dort kein Zug hält. Auch Informationen über den Schienen-Ersatzverkehr fehlten auf dem Gelände der Deutschen Bahn. Auf Facebook äußerten sich mehrere Pendler verwundert über die Sperrung.

Dass Personen über die Gleise laufen, müsse auf jeden Fall verhindert werden, so Bahnsprecher Pohlmann. "Im Gegensatz zum Schienen-Ersatz-Verkehr bei Bauarbeiten war das nach dem Unwetter alles improvisiert", warb er um Verständnis für die unvorhergesehene Situation. Dass das mit den notwendigen Hinweis-Schildern nicht klappte, hatte laut Dirk Pohlmann folgenden Grund: "Wir hatten geglaubt, wir wären schneller und hätten die Unterführung bald wieder freigeben können."

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