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Rommerskirchen
Bau des Tierheim-Hundehauses kommt nicht voran

Rommerskirchen. Dem Tierschutzverein des Rhein-Kreises Neuss liegt nur ein einziger Kostenvorschlag von einem Bauunternehmen vor. Von Stefan Schneider

Mit den zurzeit herrschenden frostigen Temperaturen hat es nichts zu tun, dass es mit dem geplanten Bau eines neuen Hundehauses im Tierheim Oekoven nicht vorangeht. Der zuständige Tierschutzverein für den Rhein-Kreis Neuss hat große Schwierigkeiten, Unternehmen für die Übernahme des Bauauftrages zu begeistern. "Ich habe zehn Baufirmen angeschrieben, daraufhin hat sich nur eine zurückgemeldet und auch einen Kostenvoranschlag vorgelegt", berichtet Uta Wegener, die Vorsitzende des Tierschutzvereins, im Gespräch mit unserer Redaktion. Sie benötige aber mindestens zwei, besser drei Bewerber - um die Angebote vergleichen zu können, aber auch, um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, sie habe willkürlich ein Unternehmen ausgewählt.

Als sich abzeichnete, dass der Rücklauf von interessierten Baufirmen mager bleiben würde, habe sie einen weiteren "Kandidaten" angesprochen, aus Rommerskirchen. Es sei aber bei einem einmaligen Besuch des Fachmanns im Tierheim geblieben, einen Kostenvoranschlag habe er bislang nicht eingereicht. Inzwischen habe die Neusser Firma, die als einzige einen solchen vorgelegt hat, schon nachgefragt, ob der Auftrag anderweitig vergeben worden sei, erzählt Wegener, die die Arbeiten gerne von einem Unternehmen aus dem Umkreis ausführen lassen würde. Auch die Kreisverwaltung habe sie mittlerweile aktiviert, eine weitere Firma - wieder aus Rommerskirchen - will Wegener noch kontaktieren.

Für die Errichtung des Hundehauses will der Tierschutzverein bis zu 150.000 Euro ausgeben - "das ist allerdings das oberste Limit", betont Uta Wegener. Schließlich wolle der Verein kein Schloss bauen, das erwähne sie bei jeder Gelegenheit. Mit Griff in die Rücklage ließe sich die Summe wohl stemmen, wenngleich Wegener über weitere Sponsoren alles andere als unglücklich wäre. Dass Bedarf für ein neues Hundehaus besteht, lässt sich kaum bestreiten. 42 Hunde muss das Tierheim Oekoven zurzeit betreuen, darunter die zehn Welpen, die kürzlich aus der Wohnung eines illegal agierenden Tierhändlers in Orken gerettet worden waren.

Wer den Bauauftrag schließlich übernimmt, hat sich zumindest eine Aufgabe bereits gespart. Den alten Hundezwinger hätten Handwerker aus Neuss und Kaarst schon beseitigt, berichtet die Vorsitzende des Tierschutzvereins.

Quelle: NGZ
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