| 12.30 Uhr

Sturm Burglind
Baum fällt auf Kita Kleine Strolche in Rommerskirchen

Sturmtief "Burglind" trifft mit Orkanböen auf NRW
Sturmtief "Burglind" trifft mit Orkanböen auf NRW FOTO: Oliver Berg/dpa
Rommerskirchen. Das Sturmtief Burglind hat auch in Rommerskirchen für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr gesorgt - in den meisten Fällen blieb es jedoch bei Sachschäden. Die Kinder und Betreuer einer Kindertagesstätte in Hoeningen hatten besonderes Glück.  Von Sebastian Meurer

Zum Glück blieb es bei "einem Schreck in der Mittagsstunde", wie der Rommerskirchener Feuerwehrchef Werner Bauer am Mittwochnachmittag sagte. Demnach saßen die Kinder der Tagesstätte "Kleine Strolche" in Hoeningen gerade beim Mittagessen, als ein infolge des draußen tobenden Sturms einknickender Baum geradewegs aufs Dach des Kindergartens an der Stephanusstraße stürzte.

Niemand wurde dabei verletzt, auch der entstandene Sachschaden dürfte womöglich durchaus überschaubar sein, wie der um 12.40 Uhr ausgerückte Löschzug Evinghoven feststellen konnte: "Der Baum lehnt sich förmlich auf dem Dach auf", beschreibt Bauer den ebenso eindrucksvollen wie gewöhnungsbedürftigen Anblick.

Sturmtief "Burglind" fegt über NRW

Da von der aktuellen Situation indes keine Gefahr ausgeht, soll der Baum erst heute in aller Ruhe entfernt werden - zumal dies beileibe nicht der einzige Einsatz der Brandschützer war.

Zu tun hatte die Freiwillige Feuerwehr am Mittwoch auch außerhalb Hoeningens jedenfalls genug. Der aus der Sicht von Werner Bauer bis dahin wohl spektakulärste Einsatz wurde am Nachmittag an der Umgehungsstraße B 59n nötig. Ein aus Richtung Pulheim kommender Lastwagen wurde seitlich offensichtlich von einer enorm starken Windböe erfasst und kippte nach rechts weg von der Fahrbahn.

"Der Fahrer wurde dem Rettungsdienst überstellt", sagte Werner Bauer, der zu etwaigen Verletzungen des einzigen Unfallopfers und deren Schwere keine Auskunft geben konnte. Die nur mit schwerem Gerät zu bewerkstelligenden Bergungsarbeiten nahmen die um 15.19 Uhr alarmierten Feuerwehrleute noch einige Zeit in Anspruch. Federführend war bei diesem Einsatz der Löschzug Rommerskirchen.

Hochbetrieb herrschte an diesem überaus stürmischen Mittwoch bei der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde schon von den frühen Morgenstunden an. "Es waren alle Löschzüge im Einsatz", berichtete Werner Bauer.

Schon in aller Frühe ging um 5.42 Uhr die Alarmmeldung beim Löschzug Nettesheim ein. Etliche umgestürzte Bäume blockierten die als "Hauptverkehrsader" in Richtung Dormagen fungierende Landstraße L 280 zwischen Anstel und Knechtsteden.

Die auf der Fahrbahn liegenden Bäume mussten von den Feuerwehrleuten erst per Kettensäge gehörig zerkleinert werden, ehe sie abtransportiert werden konnten. Danach galt es, die nasse Bahn von Buschwerk und liegen gebliebenen Ästen zu reinigen - was alles nicht im Handumdrehen zu leisten war: So ist es am Morgen denn auch zu deutlichen Beeinträchtigungen des morgendlichen Berufsverkehrs gekommen.

Im "Sturmeinsatz" waren am Mittwoch tagsüber alle vier Löschzüge der Gemeinde Rommerskirchen, manche davon nach den Worten von Werner Bauer auch gleich mehrfach. Die Nettesheimer Brandschützer mussten allein bis zum Nachmittag drei größere Einsätze bestreiten.

Quelle: NGZ
 
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