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Rommerskirchen
Bebauungsplan "Steinbrink" ist fertig

Rommerskirchen. Die Gemeinde hofft auf einen Erlös von insgesamt fünf Millionen Euro für die Grundstücke. Von Sebastian Meurer

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Rat den Bebauungsplan für das Gebiet "Steinbrink" beschlossen. Wie Planungsamtsleiter Carsten Friedrich die Politiker informierte, soll nach den Ferien über die Vergabe der Bauleistungen entschieden werden.

Zudem wird der Liegenschaftsausschuss die Preise für die Grundstücke festsetzen. Spätestens im Oktober ist dann der Verkauf der 64 Baugrundstücke vorgesehen, wobei ein Erlös von fünf Millionen Euro zu erwarten ist. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre rechnet die Verwaltung auch diesmal wieder damit, dass Interessenten im Rathaus "campen" und dort übernachten, um sich eine Option für eines der Grundstücke zu sichern. In dem Gebiet sind die Archäologen erwartungsgemäß wieder in reichem Maße fündig geworden. Dies und Vorschriften des Lärmschutzes haben Carsten Friedrich zufolge zu eher geringfügigen Änderungen des Bebauungsplans geführt. Der wird mit seiner demnächst erfolgenden Bekanntmachung rechtskräftig.

In der Diskussion spielte auch das allgegenwärtige Thema des Breitbandausbaus eine Rolle. SPD-Fraktionschef Ralf Steinbach warf die Frage auf, ob nicht bereits beim Ausbau vorsorglich Leerrohre verlegt werden könnten. Was aus juristischen Gründen so nicht möglich sei, wie Bürgermeister Martin Mertens sagte. Mertens zufolge werde zurzeit an einer anderen Lösung gearbeitet, die einen Breitbandausbau in dem künftigen Neubaugebiet erleichtert und zugleich rechtlich möglichst wasserdicht ist. Die nördliche Grenze des Plangebiets war schon vor anderthalb Jahren ein wenig verändert worden, um die verbleibende landwirtschaftliche Fläche besser bewirtschaften zu können.

Dennoch umfasst die Gesamtfläche des Plangebiets nach wie vor etwa 5,87 Hektar. 2,88 Hektar sind Bauland, knapp drei Hektar bleiben Grünfläche, wobei davon knapp die Hälfte unter Landschaftsschutz steht. Die Gemeinde hat das neue Baugebiet derart schnell in Angriff genommen, weil im Herbst 2013 die Nachfrage nach Wohnhäusern im benachbarten Baugebiet Gillnachstraße so groß war, dass binnen einer Woche die Hälfte der rund 60 Grundstücke vergriffen war.

Quelle: NGZ
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