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Rommerskirchen
Bis jetzt ist noch kein Kronprinz für die Sebastianer in Sicht

Rommerskirchen. Diözesan- und Bezirksbundesmeister Wolfgang Kuck ist zuversichtlich, dass die Krise der Bruderschaft aber noch gemeistert wird.

Seine zu Anfang der Festmesse durchaus begründete Vermutung, "dass es Petrus heute nicht besonders gut mit uns meint", konnte Dechant Monsignore Franz Josef Freericks am Ende des Gottesdiensts in St. Peter revidieren: Die St.-Sebastianus-Bruderschaft konnte ihren Marsch zum alten Friedhof, die dortige Totenehrung sowie die anschließende Parade trockenen Fußes abhalten. Beim St.-Peter- und-Paul-Fest waren neben dem scheidenden Königspaar Stefan Schmitz und Melanie Pferdehirt die vier Königspaare aus dem Einzugsbereich der Pfarrei St. Peter ebenso dabei wie das Nettesheimer Bezirkskönigspaar Kurt und Astrid Raab aus Horrem.

"Manchmal scheint es, als habe die Menschheit aus dem Leid der vergangenen Zeit nichts gelernt", meinte Brudermeister Frank Eichinger in seiner Ansprache anlässlich der Kranzniederlegung. Er rief die Anwesenden auf, die Jugend zu unterstützen, "damit sie mit Kraft und gutem Willen am Frieden auf der ganzen Welt mitarbeiten kann." Die musikalische Grundlage dafür, dass beim abendlichen Ball bis in die Nacht hinein ausgelassen gefeiert werden konnte, legte DJ "Captain Britz", der nach seinen Auftritten in Eckum und Ramrath-Villau auch in Rommerskirchen für beste Laune sorgte. Die wurde indes durch die Tatsache getrübt, dass es zum zweiten Mal in Folge nicht gelang, einen neuen Kronprinzen zu finden. Frank Eichinger zufolge soll weiter gesucht werden. Eine Möglichkeit, doch noch einen König für 2017 zu finden, wäre das Zugvergleichsschießen, so der Brudermeister. Die von Geschäftsführer Udo Kazmierski während der Messe der weiteren Existenz der Bruderschaft gewidmete Fürbitte hat weiterhin ihren guten Grund. Diözesan- und Bezirksbundesmeister Wolfgang Kuck verwies darauf, dass es sich bei der 1425 gegründeten St. Sebastianus-Bruderschaft um eine der ältesten im 320 Bruderschaften umfassenden Diözesanverband Köln des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften handele. Nicht nur er würde es lebhaft bedauern, wenn die seit Jahren anhaltende Krise der Rommerskirchener Sebastianer tatsächlich nicht zu meistern wäre.

(S.M.)
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