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Rommerskirchen
Blues Brunch begeistert das Publikum

Rommerskirchen. "Little Roger & The Houserockers" gastierten gestern im Kreiskulturzentrum. Der "Blues Brunch" war zum dritten Mal Bestandteil des Rheinischen Kultursommers. Er gilt schon jetzt als kultureller Höhepunkt. Von Sebastian Meurer

In der seit 2003 laufenden Blues-Reihe des Kreiskulturzentrums gehört der Blues Brunch zu den populärsten Angeboten des Jahresprogramms. Der vom Publikum begeistert gefeierte Auftritt von "Little Roger & The Houserockers" machte gestern keine Ausnahme. Gut 250 Bluesfans tummelten sich zeitweise bei dem mehr als zweistündigen Konzert, bei dem die Band mit einer überaus unterhaltsamen Mischung aus Chicago Blues und West Coast Jump für anhaltend gute Laune bei den Besuchern sorgte.

"Ich bin zum dritten Mal hier und finde es gut, dass die stets Bands hier haben, die auch halten, was sie versprechen", meinte Philipp Schmitz aus Butzheim. Fan der Blues-Reihe ist auch Fred Meurer, Geschäftsführer des Center am Park: "Es ist immer wieder ein tolles Erlebnis, diesem Festival zuschauen zu dürfen", meinte Meurer. "Die Begeisterung der Zuschauer wird nicht weniger und das ist schon eine Leistung in Zeiten, wo es viele andere Angebote gibt. "`Little Roger' ist eine Bank. Er braucht nicht groß zu animieren, die Leute singen von allein mit", würdigte Blues-Experte Ulrich Weidenhaupt den Auftritt von Roger Wade und seinen Musikern, wobei Wades Frau Marion am Piano mitwirkte. Neben den Wades sprühten auch Gitarrist Tilmann Michalke, Bassist Freddie Werth und Schlagzeuger Chris Seidel vor Spielfreude. Weidenhaupt, der Kathrin Wappenschmidt, die Leiterin des Kulturzentrums, in musikalischen Fragen berät, gefällt besonders, dass Wades "Houserocker" auch manche Verjüngung bestens verkraftet haben: "Er hält die Qualität seit vielen Jahren", so Weidenhaupt.

Gut rheinisch müsste es eigentlich eine Tradition sein, denn zum dritten Mal seit 2014 war der Blues Brunch gestern offizieller Bestandteil des Rheinischen Kultursommer, den die Region Köln /Bonn seinerzeit ins Leben gerufen hatte - wobei Kenner keinen Zweifel hegen, dass der Blues Brunch längst aus eigener Kraft zu einem kulturellen Highlight im Rheinland geworden ist. Wie der Name schon vermuten lässt, gehört zur Tradition beim Blues Brunch natürlich auch dessen gastronomische Seite. Ditmar Zachäus, Chef des Café Stüffje", bietet, passend zum bekanntlich in den US-Südstaaten entstandenen Blues auch Gerichte der dortigen Küche an. Eine Spezialität Louisianas und der Blues-Hochburg New Orleans ist Jambalaya, ein der spanischen Paella ähnelndes Reisgericht, beim auch Hähnchenbrust, die Paprikawurst Chorizo und Shrimps zu den Zutaten gehören. Zu 100 Prozent übernommen werden soll das Originalrezept für das Gericht allerdings nicht, zu dem auch Alligatoren Zutaten liefern können. "Das wird es auch nicht geben", versicherte Kathrin Wappenschmidt. Zachäus der dem Blues durchaus einiges abgewinnen kann, wenn er so schwungvoll angeboten wird wie bei "Little Roger" musste gestern übrigens mit seinem Urteil passen: "Ich habe nichts mitbekommen, es war zuviel zu tun."

Quelle: NGZ
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