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Rommerskirchen
Boule auf dem alten Sportplatz?

Rommerskirchen: Boule auf dem alten Sportplatz?
Viel Platz, wenig Betrieb: Der alte Aschenplatz des TuS Gilbach wird nur punktuell genutzt. Es fehlt ein Verein, der sich des Geländes annimmt. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Das Asche-Spielfeld bei Nettesheim wird wenig genutzt. Im Rat wurde das Areal nun wieder ins Gespräch gebracht. Von Stefan Schneider

Das Gelände ist groß, schön gelegen und macht insgesamt einen gepflegten Eindruck. Und doch fristet der alte Sportplatz des vor 28 Jahren in der SG Rommerskirchen/Gilbach aufgegangenen TuS Gilbach am Frohnhof zwischen den Ortschaften Nettesheim und Frixheim ein Mauerblümchendasein. Die meiste Zeit des Jahres liegt er im Dornröschenschlaf, weil Versuche einer umfassenden Wiederbelebung in der Vergangenheit im Ansatz steckenblieben und letztendlich scheiterten. Nun brachte Norbert Hufschmidt von der UWG das Areal im Gemeinderat wieder ins Gespräch. Dort könnten doch vielleicht Boulespieler ihrem Hobby nachgehen, regte er an.

Das Thema wurde in der Sitzung (noch) nicht vertieft, doch die Frage, ob die recht attraktive Fläche nicht verschenkt ist, steht weiter im Raum. Im Gespräch mit unserer Redaktion machten Rommerskirchens Bürgermeister Martin Mertens und Dezernent Elmar Gasten deutlich, dass das Gelände punktuell schon genutzt werde. "Kommende Woche bereiten die Mitarbeiter des Bauhofs den Platz für sportliche Aktivitäten wie zum Beispiel die Bundesjugendspiele der Schulen vor", sagte Mertens. Die örtliche CDU wird dort auch in diesem Jahr wieder ihre Familienlauf-Veranstaltung samt Sommerfest ausrichten. Mitunter zelten die Schützen dort. Und auch Florian Wißdorf, der erfolgreiche Pferdegespannsportler aus der Gemeinde, trainiert da. Im Gegenzug kümmert sich die Familie Wißdorf um die Pflege der Anlage.

"Man könnte den alten Sportplatz für vieles herrichten, aber dann müsste er auch regelmäßig genutzt werden", beschreibt Bürgermeister Mertens das "Kernproblem", wie er es nennt. Denn sonst rechne sich das Ganze nicht. Ideal wäre aus Mertens Sicht, wenn sich ein Verein finden würde, der sich dort ansiedelt und das Feld regelmäßig bespielt. Dann könnte dieser auch einen Teil der Pflegearbeiten übernehmen. Dass das Areal von Boulespielern angenommen werden würde, glaubt der Verwaltungschef eher nicht. "Die Boulespieler wollen im Zentrum bleiben", vermutet er.

CDU-Politiker Hubert Pane hatte sich vor vier Jahren dafür eingesetzt, den Sportplatz als Treffpunkt für Jugendliche umzugestalten. Daraus war nichts geworden. Auch Überlegungen, am Frohnhof einen generationenübergreifenden Spielplatz für Junge und Alte anzulegen, blieben in den Anfängen stecken und wurden nicht verwirklicht.

Einen Vorteil der aktuellen Situation aus seiner Sicht sprach Martin Mertens jetzt auch an. "Abgesehen von den Bolzplätzen sind die anderen Spielfelder in der Gemeinde geblockt. Der Platz am Frohnhof ist dagegen nicht nur multifunktional nutzbar, sondern auch für die Öffentlichkeit frei. Wer also mal eine Runde mit der Familie oder Freunden kicken möchte, kann dies dort tun", sagte er.

Beim Besuch unserer Redaktion vor Ort in dieser Woche war gerade eine Gruppe aus der Kindertagesstätte Pusteblume zum Spielen und Toben auf dem Sportplatz. "Wir kommen öfter hierhin", berichtete eine Betreuerin.

Quelle: NGZ
 
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