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Rommerskirchen
Bürger hoffen auf freies WLAN am Rathaus

Rommerskirchen: Bürger hoffen auf freies WLAN am Rathaus
IT-Beauftragter Karl Wojcik kümmert sich im Rathaus und in den gemeindeeigenen Gebäuden seit 2015 um den gesamten EDV- Bereich. FOTO: Georg Salzburg
Rommerskirchen. Die Gemeinde will Freifunk im Rathaus mit Hilfe der Deutschen Glasfaser realisieren. Deren Zusage steht zurzeit noch aus. Mit den vorhandenen technischen Möglichkeiten im Rathaus ist freies WLAN nicht möglich. Von Sebastian Meurer

Freies WLAN im öffentlichen Raum könnte es künftig auch in Rommerskirchen in verstärktem Maß geben. Bürgermeister Martin Mertens zufolge sollen entsprechende Überlegungen für das Rathaus gemeinsam mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser realisiert werden.

Sofern die Deutsche Glasfaser einen Anschluss des Rathauses realisieren könne, bestünde "dann die ausreichende technische Ausstattung, um seitens der Gemeinde in Zukunft freies WLAN, auch unter Nutzung eines Freifunkrouters, im Rathaus anbieten zu können", so der Bürgermeister.

Die noch zu umschiffende Klippe: Eine Zusage des Unternehmens für den Ausbau an der Bahnstraße 51 steht derzeit noch aus. Das Rathaus nämlich liegt in Eckum, und bei der Nachfragebündelung der Glasfaser konnte in den vergangenen Monaten nicht die nötige 40-Prozent-Marke erreicht werden, von der das Unternehmen den Ausbau mit Glasfaser abhängig macht. Sowohl Martin Mertens als auch Tobbert Ubachs, Projektleiter bei der Deutschen Glasfaser, sind jedoch zuversichtlich, dass der Anschluss realisiert werden und ein leistungsstarker WLAN-Router im Rathaus tatsächlich über Glasfaserleitungen angeschlossen werden kann.

Vor gut einem Jahr hatten SPD und UWG das Thema Freifunk im Rat mit zwei nicht identischen, jedoch dieselbe Stoßrichtung aufweisenden Anträgen auf die Tagesordnung gesetzt. Im Rathaus herrschte lange eine gewisse Reserviertheit: Noch im Herbst 2014 hatte sich die Verwaltung ziemlich deutlich gegen öffentliches WLAN in Gemeindegebäuden ausgesprochen. Der damalige Grund: Die Gefahr von Missbrauch und daraus möglicherweise resultierende Regressansprüche gegen die Gemeinde seien wegen der so genannten Störerhaftung nicht auszuschließen, hieß es.

UWG-Fraktionssprecherin Ulrike Sprenger hakte unlängst im Rat nach und fragte nach dem aktuellen Status quo nach der inzwischen erfolgten Abschaffung der Störerhaftung. In ihrer Antwort machte die Verwaltung deutlich, dass angesichts der noch fehlenden Zusage der Deutschen Glasfaser in jedem Fall noch einige Monate vergehen würden, bis Freifunk im Rathaus möglich wäre.

Lebhaft begrüßen würde dies Karl Wojcik, der sich seit vergangenem Jahr als IT-Beauftragter um alle im Rathaus und den Gebäuden der Gemeinde anfallenden EDV-Fragen kümmert. "Das ist eine gute Sache gerade in der heutigen Zeit. Freies W-Lan ist in anderen europäischen Ländern Standard. In Deutschland hinken wir bei dieser notwendigen Modernisierung noch hinterher", sagt Wojcik.

Freifunk gleichsam aus dem Stand zu lösen, also ohne die von der Gemeinde gewünschte Kooperation mit der Deutschen Glasfaser, ist im Rathaus aus technischen Gründen nicht möglich: Die bestehende Standleitung der Deutschen Telekom macht es der Gemeinde aktuell nicht möglich, dort frei zugängliches WLAN anzubieten.

Quelle: NGZ
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