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Rommerskirchen
Bürger kritisieren Zustand der Spielplätze

Rommerskirchen: Bürger kritisieren Zustand der Spielplätze
Dieser Spielplatz in Sinsteden gefällt nicht allen Anwohnern. Er wirke etwas trostlos und sei höchstens für ältere Kinder geeignet, lautet ein Kritikpunkt. FOTO: L. Berns
Rommerskirchen. Nicht alle Einwohner sind mit dem Angebot für Kinder in der Gemeinde zufrieden; im Internet äußern einige den Wunsch nach Verbesserungen. An der Maternusstraße in Sinsteden wird eventuell eine neue Anlage erstellt. Von Stefan Schneider

Eigentlich ist die Gemeinde bei den Kinderspielplätzen gut aufgestellt. Die Verantwortlichen im Rathaus können das auch mit einer ganzen Reihe von Zahlen und Fakten untermauern - zum Beispiel gibt es in Rommerskirchen 24 öffentliche Anlagen, drei an den örtlichen Grundschulen, und jede Kindertagesstätte ist mit (allerdings nicht-öffentlichen) Bolzplätzen ausgestattet. Dennoch sind nicht alle Einwohner mit dem Angebot zufrieden. Im Internet wird aktuell auch Kritik geübt: Der Spielplatz in Oekoven sei "ein Witz", schreibt ein Bürger, in Widdeshoven sehe es nicht besser aus, kommentiert ein anderer. Eine Bürgerin findet den Spielplatz in Sinsteden etwas trostlos und außerdem eher nur "für ältere Kinder" geeignet. Doch es gibt auch Lob in Richtung Rudolf Reimert, den Leiter des Tiefbauamtes der Gemeinde. Eine Bürgerin berichtet von erfreulichen Gesprächen: "Wenn alles gut läuft, dürfen wir uns nächstes Jahr über einen neuen Spielplatz an der Maternusstraße in Sinsteden freuen!"

Dass tatsächlich an die Verwirklichung eines solchen Projektes gedacht wird, bestätigte Reimert gestern auf Anfrage unserer Redaktion. "Grundsätzlich ja, aber die Mittel sind vom Kämmerer noch nicht im Etat der Gemeinde eingestellt", fasst der "Spielplatzbeauftragte" zusammen. Die Ausstattung werde mit den Bürgern abgestimmt. Angebote lägen bereits vor.

Was vielleicht einige Kritiker nicht so freuen wird, ist Reimerts Bewertung des Sanierungsbedarfs auf den Rommerskirchener Spielplätzen. Den sieht er derzeit nämlich nicht. Ergänzungen würden entsprechend der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel vorgenommen. Für Investitionen auf den Spielplätzen stünden, so Reimert, jedes Jahr 15.000 Euro zur Verfügung.

Auch Bürgermeister Martin Mertens hatte schon im Sommer darauf verwiesen, dass sich die Spielplätze nach seiner Überzeugung "dank der vielfältigen Aktivitäten des Rathauses und der aktiven Bürgerschaft in einem ausgezeichneten Zustand" befänden. Die Spielplätze lägen der Gemeinde sehr am Herzen, "da sie nicht nur für unsere Kleinen einen sehr wichtigen Bewegungsraum darstellen, sondern zugleich Stätten der Begegnung sind, wo sich Eltern kennen lernen und Kontakte knüpfen können", betont der Verwaltungschef.

Für die Beurteilung der Spielplätze gibt es eine Kommission, die sich die Anlagen anschaut und nach Angaben der Gemeinde ein- bis zweimal jährlich zusammenkommt. Bei der Tagung würden Zustand der Areale, Ergänzungswünsche und mögliche Neuanlagen diskutiert. "Dazu wird einmal im Jahr durch einen Externen die Hauptuntersuchung der Spielplätze durchgeführt", informiert Rudolf Reimert. Bei dem externen Prüfer handelt es sich um den Vertreter eines zertifizierten Instituts, der das Hauptaugenmerk auf die Sicherheit der Geräte legt. Darüber hinaus gibt es nach Angaben der Gemeinde monatliche Kontrollen durch Mitarbeiter des Bauhofs.

Quelle: NGZ
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