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Rommerskirchen
Burtscheidt verlässt den Pfarrgemeinderat

Rommerskirchen: Burtscheidt verlässt den Pfarrgemeinderat
Noch ist unklar, wer auf Manfred Burtscheidt folgt. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Manfred Burtscheidt war seit 2009 Vorsitzender des Pfarrgemeinderats aller fünf katholischen Gemeinden am Gillbach. Von Sebastian Meurer

Manfred Burtscheidt, seit 2009 Vorsitzender des Pfarrgemeinderats der Pfarreiengemeinschaft Rommerskirchen-Gilbach, hat seinen Rücktritt angekündigt. Bei der nächsten Sitzung des Gremiums, das am 25. August voraussichtlich im Nettesheimer Pfarrheim St. Martinus tagt, soll ein Nachfolger beziehungsweise eine Nachfolgerin für den 52-jährigen Rommerskirchener gewählt werden. Burtscheidt macht "zeitliche Gründe" für seinen Amtsverzicht geltend. Er verzichtet zugleich auf die Mitarbeit im Petrus-Team, dem Ortsausschuss der katholischen Gemeinde St. Peter. "Die Liebe Gottes erfahrbar zu machen" und zu zeigen, "dass die Kirche für die Menschen da ist", beschreibt der kaufmännische Angestellte als Motivation für sein bisheriges Engagement - das er auch in Zukunft fortsetzen möchte, wie er betont.

Er war der erste Pfarrgemeinderatsvorsitzende der aus allen fünf katholischen Pfarrgemeinden Rommerskirchens gebildeten Pfarreiengemeinschaft. Kirchlich war der verheiratete Vater einer Tochter und zweier Söhne unter anderem als Lektor tätig, doch mit der Gremienarbeit hatte Burtscheidt bis dato nie etwas zu tun gehabt, als er im November 2009 sein Amt antrat. Wer es am 25. August übernehmen soll, ist offen: Burtscheidt jedenfalls ist bis dato ebenso wenig ein Aspirant bekannt wie Matthias Schlömer. Der stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeindeverbands findet Burtscheidts Rückzug "schade". Schlömer zufolge ist Manfred Burtscheidt "ein sehr engagierter Mann" an der Spitze des Pfarrgemeinderats gewesen.

In Burtscheidts Amtszeit fiel die Entwicklung eines eigenen Pastoralkonzepts der Pfarreiengemeinschaft, das vom Erzbistum Köln gebilligt wurde. Unzutreffend wäre die Vermutung, Burtscheidts Rückzug stünde in einem Zusammenhang mit den gravierenden Änderungen, die 2017 auf die katholischen Gemeinden am Gillbach zukommen werden, wenn Dechant Monsignore Franz Josef Freericks in den Ruhestand geht. Einen eigenen leitenden Pfarrer für Rommerskirchen wird es nach dem Willen des Erzbistums nicht mehr geben.

Angesichts dieser Ausgangslage lässt Manfred Burtscheidt keinen Zweifel daran, dass der von den Gremien der Pfarreiengemeinschaft wie auch von Franz Josef Freericks empfohlene Weg alternativlos ist: Die Katholiken am Gillbach würden demnach ab dem kommenden Jahr mit den drei Grevenbroicher Seelsorgebereichen kooperieren und sich mit ihnen einen leitenden Pfarrer und ein vergrößertes Seelsorgeteam teilen.

Weitere Gespräche mit dem Erzbistum hat es nach dessen im Mai bekannt gewordener Entscheidung, für Franz Josef Freericks keinen Nachfolger zu bestellen, bereits gegeben, wie Burtscheidt sagt. Angesichts der von den kirchlichen Gremien bejahten Zusammenarbeit mit Grevenbroich kann die Pfarreiengemeinschaft auch bei der Bestellung eines Verwaltungsleiters für ihren Bereich ein Wörtchen mitreden.

Quelle: NGZ
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