| 00.00 Uhr

Rommerskirchen
"Cobra 11" dreht vor filmerprobter Kulisse

Rommerskirchen: "Cobra 11" dreht vor filmerprobter Kulisse
Daniel Roesner alias Kriminalhauptkommissar Paul Renner drehte gestern auf dem Gelände von Metall Schumacher für die Frühjahrsstaffel 2017 von "Alarm für Cobra 11". FOTO: Salzburg
Rommerskirchen. Auf dem Gelände von Center am Park und Metall Schumacher liefen gestern bis in den Abend hinein Dreharbeiten für die populäre Actionserie "Alarm für Cobra 11". Dabei standen keine Explosionen im Mittelpunkt, sondern ruhige Szenen. Von Sebastian Meurer

Die Fetzen flogen gestern nicht, bei Explosionen herrschte gleichfalls Fehlanzeige: "Heute ist endlich mal kein Krawall", meinte gestern Mittag Sebastian Depping, Assistent von Aufnahmeleiter Tobias Katzmann, augenzwinkernd. Den ganzen Tag liefen auf dem Gelände von Center am Park (Cap) und Metall Schumacher in Regie der Produktions- und Stuntgesellschaft "action concept" Dreharbeiten für die im Frühjahr 2017 geplante Staffel von "Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei".

Mit dabei waren natürlich auch die beiden Hauptdarsteller Erdogan Atalay und Daniel Roesner, die als die Kommissare Semir Gerkhan und Paul Renner jeden Donnerstagabend (RTL 20.15 Uhr) auf Verbrecherjagd gehen: Wobei sie gestern auch ausgiebig bei Autofahrten drehten, während an der Venloer Straße "ruhigere" Szenen aufgenommen wurden.

"Eigentlich ging es zunächst um einen Trailer für Big Brother", erinnert sich Fred Meurer, Geschäftsführer von Schumacher Metall wie des Centers am Park, an den ersten Kontakt zu den "Location Scouts", die vor gut einem Vierteljahr das alte Firmengelände ausfindig gemacht hatten. Meurer verfügt über allerlei Erfahrungen mit Filmteams, die in den vergangenen Jahrzehnten bei ihm gedreht haben. Aufnahmen für das Wissenschaftsmagazin "Galileo" gab es dort ebenso schon wie solche für eine Heavy-Metal-Doku mit Doro Pesch. Mit Abstand prominentester Star, der jemals auf dem Firmengelände an der Venloer Straße drehte, war der im Juni verstorbene Götz George, der dort im Mai 2000 als "Schimanski" gastierte.

Damals hatten die Verantwortlichen "eine Location mit morbidem Charme" gesucht, und die hatten sie nicht zuletzt in der alten Villa mitten auf dem Firmengelände gefunden. Für Sebastian Depping ist das auch für Cap-Kunden nur schwer auszumachende Haus jedenfalls schlichtweg "megacool".

Für Laien immer wieder faszinierend ist der logistische und nicht zuletzt zeitliche Aufwand, der nötig ist, damit eine Filmszene auch wirklich filmreif abgedreht ist. "Wir haben für eine Minute und 50 Sekunden drei Stunden gedreht", macht Sebastian Depping die Dimensionen deutlich. Insgesamt 49 Mitarbeiter umfasste das Team, mit dem Tobias Katzmann und Regisseur Franco Tozza bei glühender Hitze von sechs Uhr morgens an über zwölf Stunden lang im Einsatz waren. Gedreht werden jährlich zwei Staffeln für "Cobra 11", die sowohl populärste als auch langlebigste deutsche Action-Produktion, die in mehr als 120 Ländern ausgestrahlt wird. "Wir drehen in ganz NRW, aber auch auf Rügen", sagt Tobias Katzmann. Im Rommerskirchener Ortskern zumindest waren die Cobra-Dreharbeiten eine Premiere, während die umliegenden Autobahnen eigentlich zu den Standard-Drehorten gehören. Was die Handlung der gestern gedrehten Sequenz angeht, hielten sich Tobias Katzmann und seine Mitarbeiter weitgehend bedeckt: Zu erfahren war lediglich, dass die beiden Autobahnkommissare sich mit einer Geiselnahme auseinander setzen mussten.

Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Rommerskirchen: "Cobra 11" dreht vor filmerprobter Kulisse


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.