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Rommerskirchen
Der Rechtsberater der Gemeindeverwaltung

Rommerskirchen: Der Rechtsberater der Gemeindeverwaltung
Rechtsanwalt Andreas Berstermann erläuterte jüngst im Rat die Rechtslage bei der Vermehrung von Windkraftanlagen. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Seit 1991 ist Andreas Berstermann als Rechtsanwalt für das Rathaus tätig. Besonders intensiv beschäftigt ihn zurzeit der Bahnhofsumbau. Von Sebastian Meurer

Weitreichende Entscheidungen im Rathaus fallen selten ohne ihn. 24 Jahre lang ist Rechtsanwalt Andreas Berstermann als juristischer Berater für die Gemeindeverwaltung tätig. Deren früherer Chef Peter Emunds hörte ebenso auf seinen Rat wie dessen Nachfolger Albert Glöckner. Auch der jetzige Bürgermeister Martin Mertens hält große Stücke auf den Juristen. "Wir sind froh, auf einen solch erfolgreichen Verwaltungsrechtsexperten zählen zu können, der die Gemeinde intensiv berät und vertritt", sagt Mertens.

Wie sich die in Rommerskirchen geplanten Windkraft-Konzentrationszonen juristisch wasserdicht machen lassen, hat Andreas Berstermann (53) zuletzt stark beschäftigt. Ein Dauerbrenner ist für ihn der Bahnhofsumbau. Aktuell gilt dies vor allem für die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn um die Abnahme der Treppenanlage. "Wir haben uns sehr aufeinander zu bewegt. Es sieht ganz gut aus", sagt Berstermann. Die Klage der Firma Tholen, die von der Gemeinde noch 300 000 Euro verlangt, ist inzwischen erweitert worden. Tholen klagt nun auch auf die baurechtliche Abnahme seiner im Oktober eingestellten Arbeiten.

Was den Ausgang des Verfahrens vor dem Landgericht Mönchengladbach angeht, zeigt sich Berstermann "sehr optimistisch, weil Tholen sagt, dass er wunderbar gearbeitet hat, und alle Sachverständigen sagen etwas anderes". Geradezu "vernichtend" ist Berstermann zufolge ein Gutachten ausgefallen, das sich mit der Frage des (nicht) verwendeten Sichtbetons beschäftigte. Der erfahrene Anwalt rechnet indes nicht mehr damit, dass das Verfahren noch in diesem Jahr eröffnet wird.

1991 gerade als Anwalt zugelassen, war eine Beitragsangelegenheit sein erstes Mandat für die Gemeinde. Bis 2002 war Berstermann für die damalige Kanzlei Schwarz, Bortloff und Partner in Düsseldorf tätig. 2003 heuerte er bei Heuking, Kühn, Lüer Wojtek an, und im April hat er die Sozietät für öffentliches Recht "B2-Blömer-Berstermann" mitgegründet. Christoph Blömer, wie er Fachanwalt für Verwaltungsrecht, kennt Berstermann bereits aus seiner Zeit bei Schwarz, Bortloff und Partner. Damals war er maßgeblich an Weichenstellungen für die Gemeinde beteiligt. Gut ein Jahr dauerten die Verhandlungen, bis die Gemeinde 1998 ihr Kanalnetz dem Erftverband übertrug. Im Einzugsbereich des Verbands war Rommerskirchen die erste Kommune, die dies tat. "Es gab noch eine andere, aber wir waren früher fertig", erinnert sich Berstermann. Ein weiterer Meilenstein war die Umwandlung der Metallhütte Schumacher ins Center am Park. Den dies flankierenden öffentlich-rechtlichen Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Unternehmen hatte Andreas Berstermann 1999 ausgearbeitet. Neben zwei Großstädten berät der Jurist eine Reihe weiterer Kommunen am Niederrhein.

Quelle: NGZ
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