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Rommerskirchen
Die Gemeinde hat noch 67 Grundstücke

Rommerskirchen. Vor gut einem Jahrzehnt hat die Gemeinde ihren Grundstücksfonds eingerichtet und der Rat hat sich zugleich einen Liegenschaftsausschuss zugelegt, der für sämtliche Grundstücksgeschäfte der Kommune zuständig ist. Dessen Entscheidungen pflegt der Rat anschließend lediglich zu bestätigen, ohne dass dies für viel Aufhebens sorgen würde.

Wurde früher zuweilen über noch so "geheime" Angelegenheiten aus Ratssitzungen anschließend gern und ausgiebig an der Theke berichtet – auch heute noch ist diese Praxis dem Vernehmen nach nicht völlig aus der Mode gekommen –, ist der Liegenschaftsausschuss Zeit seines Bestehens das mit Abstand "geheimste" Gremium, das sich auf Rommerskirchens politischer Bühne finden lässt.

Das ist angesichts der dort zur Debatte stehenden Summen und etwaiger Investoren nicht verwunderlich, bildet der Grundstücksfonds doch schließlich so etwas wie die "Geheimwaffe", mit der es dem Rathaus und der Politik seit der Jahrtausendwende ein ums andere Mal gelungen ist, den Haushalt stets ausgeglichen zu gestalten. Dies wird 2010 bekanntlich erstmals nicht der Fall sein, kommenden Donnerstag wird der Rat einen Etat beschließen müssen, dessen Aufwendungen höher sind als die zu erwartenden Erträge.

Vizebürgermeisterin Martina Fünger wollte angesichts dessen jetzt im Hauptausschuss wissen, über wie viele Grundstücke die Gemeinde Rommerskirchen denn überhaupt noch verfügt. Auch wenn die Zahl der Grundstücke endlich ist, leer ist der Grundstücksfonds einstweilen noch nicht. Aktuell sind es nach Auskunft von Bürgermeister Albert Glöckner deren 67, wobei er durchblicken ließ, dass jedoch noch einige weitere Grundstücke in absehbarer Zeit erschlossen würden.

Für umfassendere Informationen verwies er die Politiker im Haupt- und Finanzausschuss auf den Liegenschaftsausschuss – dem allerdings nun einmal nicht alle Ratsmitglieder angehören, wie Martina Fünger anmerkte. Dem Bürgermeister zufolge soll folglich auch der Gemeinderat in der nächsten Woche über den aktuellen Grundstücksbestand der Kommune informiert werden – allerdings ausschließlich im nichtöffentlichen Teil der Sitzung versteht sich.

Quelle: NGZ
 
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