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Rommerskirchen
Die Kläranlage Villau wird nach der Stilllegung neu genutzt

Rommerskirchen. Nachdem der Erftverband zum Jahreswechsel seine Kläranlage in Villau stillgelegt hat, sollen große Teile dieser Anlage abgerissen werden. Das teilte René Düppen, der Abteilungsleiter Planen und Bauen beim Erftverband, gestern Mittag auf Anfrage unserer Redaktion mit.

"Das Regenrückhaltebecken wird aber weiter genutzt", sagte Düppen. Er begründete dies mit der Notwendigkeit eines Puffers bei starkem Abwasseraufkommen. Denn die neue Pumpstation, die auf der Kläranlage errichtet wurde und mit deren Hilfe das Abwasser jetzt Richtung Kläranlage Grevenbroich geschickt wird, kann "nur" bis zu 49 Liter Abwasser pro Sekunde fördern. Das Regenrückhaltebecken soll der Zwischenspeicherung von überschüssigem Abwasser dienen. Neu gebaut werden soll auf dem Areal in Villau eine sogenannte Container-Verladestation, berichtete Düppen: "In den Containern werden Stoffe zwischengelagert, die in unseren Kanälen anfallen." Danach werden sie fachgerecht entsorgt.

Die Stilllegung der Kläranlage Villau ist Bestandteil des vom Erftverband erstellten Masterplans 2025, der die Schließung von insgesamt 20 Anlagen im Verbandsgebiet bis zum Jahr 2025 vorsieht. Perspektivisch sollen auch die derzeit noch in Anstel und Wevelinghoven geklärten Abwässer in Grevenbroich gereinigt werden. "Die Anlage dort hat genügend Kapazitäten", erklärt René Düppen. Zurzeit betreibt der Erftverband in seinem Zuständigkeitsgebiet von ehemals 40 noch 37 Kläranlagen.

Die Pumpstation auf dem Gelände in Villau schickt das Abwasser über eine 3,8 Kilometer lange Druckrohrleitung bis zur Kreisstraße 10, von da fließt es über eine 3,45 Kilometer lange Leitung bis zum Anschluss an die bestehende Kanalisation. Dieser neue Kanal leitet auch Abwasser aus Barrenstein ab.

(ssc)
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