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Rommerskirchen
Die Landwirtschaft ganz praxisnah erleben

Rommerskirchen. Die vierte Höfetour soll am 5. Juni erstmals in Rommerskirchen tausende Besucher anlocken. Von Sebastian Meurer

Aktuell ist es der Streit um Glyphosat, aber auch das millionenfache Schreddern männlicher Küken steht ungeachtet des gestern ergangenen, die bisherige Praxis bestätigenden Urteils des Oberverwaltungsgerichts Münster weiter in der Kritik: In der gesellschaftspolitischen Diskussion sieht sich die Landwirtschaft jedoch nicht erst seit jüngerer Zeit in der Defensive.

"Um angesichts von Kampagnen mit der Realität gegenzusteuern", haben Rheinischer Landwirtschaftverband, die Landwirtschaftskammer NRW und die Kreisbauernschaft nach den Worten von Kreislandwirt Wolfgang Wappenschmidt die Höfetour erfunden, die am 5. Juni erstmals durch Rommerskirchen führen und dabei bereits ihre vierte Auflage erleben wird. "Auch Themen, die kritisch diskutiert werden", wollen die Beteiligten dabei nicht aus dem Wege gehen, wie Wolfgang Wappenschmidt gestern bei der offiziellen Präsentation des Projekts bei Ortslandwirt Karl Schütz auf Gut Muchhausen in Villau deutlich machte. Eine Rolle spielen wird natürlich auch die Milchfrage und die, warum "Kühe aus der Ackerbau-Region fast ganz verschwunden sind", kündigt Juliane Wahode an, die stellvertretende Vorsitzender der Kreisbauernschaft.

Gleichwohl soll bei der ersten Höfetour durch Rommerskirchen die tägliche Praxis in den Betrieben im Vordergrund stehen. "Wir haben hier eine wunderschöne Landschaft. Es macht Spaß durch die Feldflur zu fahren", sagt Wappenschmidt mit Blick auf die Radler, die die Landwirte am ersten Juni-Sonntag in hellen Scharen erhoffen. So wünschenswert schönes Wetter auch wäre, die Landwirte lassen keinen Zweifel daran, auf alle Eventualitäten eingestellt zu sein. Auch bei den bisherigen Höfetouren in Mönchengladbach, rund um Korschenbroich oder Kaarst habe sich gezeigt, dass Regen der Publikumsresonanz keinen Abbruch habe tun können, versichern Wappenschmidt, Juliane Wahode und Peter Herzogenrath, Geschäftsführer der Kreisbauernschaft.

Ein besonderes Highlight soll die offizielle Eröffnung der neuen Kartoffelsaison werden: Auf dem Deelener Damianshof wird dies die Rheinische Kartoffelkönigin höchstselbst tun. Beginn der bis 17 Uhr dauernden Höfetour ist um 9.30 Uhr mit einem Ökumenischen Gottesdienst bei "Gänsepeter" Peter Eßer in Ramrath.

Bernd Olligs leitet in Deelen einen klassischen Ackerbaubetrieb, während beim Maschinenring Neuss-Mönchengladbach in Sinsteden unter anderem Thomas Kronenberg anzutreffen sein wird, der zu den ganz wenigen in der Region gehört, die noch Kühe halten. Im Kulturzentrum Sinsteden können Besucher ausnahmsweise kostenlos die laufende Kartoffel-Ausstellung besichtigen. In Anstel hat der Pferdebetrieb Klomfass auf dem Neu-Hövelerhof geöffnet, während der Broicher Spargelhof Feiser für die Höfetour kurzerhand nach Rommerskirchen "eingemeindet" wird,

Quelle: NGZ
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