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Rommerskirchen
Die Sanierung der Kanäle ist fast beendet

Rommerskirchen: Die Sanierung der Kanäle ist fast beendet
Deckel drauf: Bis auf letzte Prüfarbeiten ist die Kanalsanierung In Gill (unser Foto) und Eckum erledigt.Der Erftverband kann sich neuen Projekten widmen. FOTO: Bernd Rosenbaum
Rommerskirchen. In Gill und Eckum werden die vor dem Abschluss stehenden Reparaturen allerdings noch bis Ende Juli per Kamera überprüft. Der Gemeinderat hat unterdessen weitere Maßnahmen für das Jahr 2017 beschlossen. Von Sebastian Meurer

Für die Anwohner und Verkehrsteilnehmer ist land in Sicht: Nach gut eineinhalb Jahren Bauzeit steht die Kanalsanierung in Gill und Eckum jetzt kurz vor dem Abschluss. Momentan werden nach Auskunft von Luise Bollig, der Pressesprecherin des Erftverbands, die Kanäle mit einer Kamera befahren, um die Reparaturen zu kontrollieren. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich noch bis Ende Juli.

Die Sanierung von gut einem Zehntel des mehr als 80 Kilometer umfassenden Kanalnetzes der Gemeinde hatte Ende Januar 2015 begonnen. Dabei wurden am Eckumer Rosenweg 190 Meter Kanal sowie in der Breslauer Straße in Gill 150 Meter Kanal durch eine Polytethylen-Konstruktion mit hoher Dichte erneuert. Der Erftverband hat dabei Kunststoffrohre verwendet, die verschweißt wurden und dadurch ohne Steckverbindungen und Muffen verbaut werden konnten. Die Kanäle sollen langlebiger und dichter sein als die bisher verwendeten, gesteckten Systeme. Zudem musste der Erftverband in Eckum und Gill viele defekte Hausanschlüsse reparieren - in offener Bauweise.

"Der gemeinsame Beginn von offener und geschlossener Sanierung hat sich bewährt, da er die Gesamtbauzeit verkürzt", berichtet Luise Bollig. In Gill und Eckum sanierte der Erftverband in den vergangenen anderthalb Jahren rund 1000 Meter Hausanschlussleitungen und 200 Anschlussstutzen. Etwa 90 nicht mehr benutzte Anschlüsse wurden von Robotern direkt im Kanal verschlossen. Die Kosten für die Kanalsanierung belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro.

Was für alle Einwohner der Gemeinde von Interesse ist, denn diese Kosten werden sich künftig in den Gebühren widerspiegeln, die zu den höchsten in Nordrhein-Westfalen gehören. Gleiches gilt für den Bau einer Zuleitung zum Gruppenklärwerk Grevenbroich, dem das Abwasser aus dem Norden der Gemeinde zugeführt wird: Die bisherige Kläranlage in Villau hat der Erftverband im Dezember 2015 stillgelegt.

Der Rat beschäftigte sich jetzt in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause mit den Plänen des Erftverbands für die kommenden fünf Jahre. Einstimmig beschlossen die Politiker die Fortschreibung des vom Erftverband vorgelegten Abwasserbeseitigungskonzepts für 2017 bis 2022. Nur Theo Paschen (CDU), notorischer Kritiker des Erftverbands und seiner Gebührenpraxis, enthielt sich der Stimme. Die Kanalsanierungen werden fortgesetzt, wobei allein 2017 fast ein Drittel aller Maßnahmen geplant ist. In Schuss gebracht werden soll das öffentliche Kanalnetz im kommenden Jahr demnach in Oekoven und Deelen ebenso wie in Evinghoven, Villau, Hoeningen und Ramrath. Das Abwasserbeseitigungskonzept ist die Grundlage für die kanaltechnische Erschließung bzw. Erweiterung in den neuen Baugebieten der Gemeinde. Der Erftverband geht davon aus, dass es sich hier stets um die Ableitung unbelasteten oder nur schwach belasteten Regenwassers handeln wird. Bei neuen Gewerbegebieten allerdings wäre der Bau von Anlagen zur Behandlung des Regenwassers nötig.

Quelle: NGZ
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