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Rommerskirchen
Ein Tischler wirft mit Baumstämmen

Rommerskirchen: Ein Tischler wirft mit Baumstämmen
Jonas Blaczek ist ein Kraftpaket. Das Mitglied der McClorey Warriors wirft mit schweren Steinen und Baumstämmen. FOTO: Georg Salzburg
Rommerskirchen. Der 17-jährige NRW-Juniorenmeister Jonas Blaczek aus Deelen tritt in Kürze bei den Deutschen Meisterschaften der Highland Games an. Von Sebastian Meurer

Erst seit vergangenem Jahr ist er ein "Highlander", dazu noch einer der jüngsten - doch bereits jetzt ist Jonas Blaczek der erfolgreichste der "McClorey Warriors". Der Deelener nämlich ist NRW-Jugendmeister bei den Highland Games, und als solcher wird er am 11. September in Stuttgart auch bei den Deutschen Meisterschaften antreten.

"Ich habe es mal probiert, es hat Spaß gemacht, und da wollte ich weitermachen", beschreibt der 17-Jährige seinen Einstieg, der ihn zum erfolgreichsten Einzelkämpfer in der noch jungen Geschichte der "McClorey Warriors" gemacht hat. "Es liegt wohl am Beruf", meint der angehende Tischler scherzhaft mit Blick auf die eben auch bei Highlandern unumgängliche Beschäftigung mit Holz. "Caber toss", das Werfen von Baumstämmen, gehört zu den klassischen Disziplinen bei den Highland Games.

Das Drehen der Baumstämme um die eigene Achse ist indes nur eine der Fähigkeiten, die ein erfolgreicher Highlander beherrschen muss: "Putting the Stone", das Weitwerfen eines 5,4 Kilogramm schweren Steins gehört bei den 15 bis 18 Jahre alten Junioren ebenso zum Standard wie die Übung "Weight for Distance" , bei der mit einem 9,4 Kilogramm schweren Stein geworfen wird - so weit wie möglich natürlich. "Weight for Hight" bedeutet, einen fast 13 Kilo wiegenden Stein in die Höhe zu werfen. Abgerundet wird das Programm durch die Hammerwurf-Disziplin "Scottish Hammer": In dieser Disziplin trainiert Jonas Blaczek derzeit bei den befreundeten "Highlandern aus Kempen".

"Wir haben zwar die Hämmer, aber es fehlen noch die richtigen Stiele", sagt Uwe Friedrich, Trainer der "McClorey Warriors" und Spiritus Rector der 2013 erstmals und seither mit stets wachsendem Erfolg abgehaltenen Highland Games in Oekoven. "Es gibt dann einen Crashkurs", sagt Friedrich, der Jonas Blaczek ebenso nach Stuttgart begleiten wird wie dessen Eltern.

Gut fünf Stunden dauert ein solcher Wettkampf. Trainiert wird ansonsten zwei Mal in der Woche auf heimischem Terrain. Das Trainingsgelände der "McClorey Warriors" befindet such am Ortseingang von Deelen. Gut ein halbes Dutzend solcher Kämpfe hat Jonas Blaczek bereits bestritten, so etwa in Kempen, Vreden, Kreuzau, Wuppertal und natürlich im heimischen Oekoven. Morgen tritt er übrigens bei den NRW-Mannschaftsmeisterschaften in Wuppertal an, eine richtige Generalprobe für den Wettkampf in Stuttgart.

26 "McClorey Warriors" gibt es mittlerweile, unter ihnen sind acht Frauen. Die sind in den Mannschaftswettkämpfen bislang sogar tendenziell erfolgreicher als die männlichen Highlander: "Die Frauen sind eine Macht und stehen immer auf dem Treppchen", sagt "Warrior" Patrick Reiche anerkennend. Hinzu kommt: "Sie haben bei allen bisherigen Highland Games das separat gewertete Tauziehen gewonnen", ergänzt Uwe Friedrich beeindruckt.

Quelle: NGZ
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